BKA-Bericht: Rassismus nicht Hauptmotiv für Tat von Hanau

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Deutschland,

Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) stufen den Anschlag von Hanau nach einem Medienbericht nicht als Tat eines Rechtsextremisten ein.

Februar: Eine Patronenhülse in unmittelbarer Nähe des Tatorts am Heumarkt in Hanau. Foto: Andreas Arnold/dpa
Februar: Eine Patronenhülse in unmittelbarer Nähe des Tatorts am Heumarkt in Hanau. Foto: Andreas Arnold/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wollte dies nicht kommentieren.

Tobias R. habe seine Opfer ausgewählt, um grösstmögliche Aufmerksamkeit für seinen Verschwörungsmythos von der Überwachung durch einen Geheimdienst zu erlangen. Eine typisch rechtsextreme Radikalisierung habe er nicht durchlaufen, berichteten WDR, NDR und «Süddeutsche Zeitung».

Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wollte dies nicht kommentieren. Die polizeilichen Ermittlungen dauerten noch an.

Tobias R. war am 19. Februar spätabends durch das hessische Hanau gezogen und hatte neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Später wurden der 43-Jährige und seine Mutter tot in ihrer Wohnung gefunden. R. hatte im Internet wirre Gedanken und abstruse Verschwörungstheorien sowie rassistische Ansichten verbreitet.

Generalbundesanwalt Peter Frank hatte die Ermittlungen noch in der Nacht übernommen. Von Anfang an hatte es geheissen, es gebe «gravierende Indizien für einen rassistischen Hintergrund der Tat».

Das BKA ist von der Bundesanwaltschaft mit den weiteren Ermittlungen beauftragt. Den Medien zufolge soll die Einschätzung zu R. in einen Abschlussbericht einfliessen, an dem derzeit gearbeitet werde.

Nach Auffassung der Ermittler sei Rassismus nicht der dominierende Aspekt in R.'s Weltanschauung gewesen, hiess es. Dieser habe sich vor allem in Verschwörungsmythen rund um Geheimdienste hineingesteigert und habe an Paranoia gelitten.

Nachbarn und Bekannten sei R. nicht durch rassistische Äusserungen aufgefallen. Es seien auch keine Hinweise darauf gefunden worden, dass er sich mit rechter Ideologie oder mit Rechtsterroristen und deren Taten beschäftigt habe.

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