Bis zu 250'000 Menschen bei Christopher Street Day in Hamburg

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Am Samstag haben in der deutschen Stadt 200'000 bis 250'000 Menschen für die Rechte von Schwulen, Lesben & andere queeren Menschen wie Transgender demonstriert.

    Christopher Street Day (CSD) in Hamburg
    Die Parade zum Christopher Street Day findet in Hamburg traditionell am ersten Samstag im August statt. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Laut Polizei verlief der Christopher Street Day «friedlich».
    • Die Veranstalter meldeten einen Anmelde-Rekord.

    Bis zu 250'000 Menschen haben am Samstag beim Christopher Street Day (CSD) in Hamburg für die Rechte von Schwulen, Lesben und andere queeren Menschen wie Transgender demonstriert. An der Kundgebung in der Innenstadt hätten 200'000 bis 250'000 Menschen teilgenommen, sagte ein Sprecher der Polizei. Er sprach von einem «friedlichen Verlauf», es habe keine grösseren Zwischenfälle gegeben.

    Die Kundgebung stand unter dem Motto «Selbstbestimmung jetzt! Verbündet gegen Trans*feindlichkeit». Der Organisator, der Verein Hamburg Pride e.V., hob hervor, dass Trans-Menschen in «besonderem Masse von Vorurteilen, Gewaltvorfällen und Hass aus der Gesellschaft betroffen» seien.

    Die Co-Vorsitzenden Nicole Schaening und Christoph Kahrmann erklärten, mit dem CSD in Hamburg sei «ein kraftvolles Zeichen gesetzt» worden. Zugleich sei die Kundgebung «ein Weckruf» für die Bundesregierung. Diese müsse für Transsexuelle «ein Selbstbestimmungsgesetz, das seinen Namen verdient hat», beschliessen.

    Anmelde-Rekord

    Die Veranstalter meldeten einen Anmelde-Rekord. Demnach zogen 116 Gruppen durch die Innenstadt, darunter gut 50 Fussgruppen. Zu den teilnehmenden Organisationen gehören auch politische Parteien, Einrichtungen wie die Agentur für Arbeit und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland sowie Unternehmen wie die Deutsche Bahn.

    Landesweit einmalig war nach Angaben der Organisatoren ein sogenannter Inklusionstruck, auf dem Menschen im Rollstuhl mitfahren konnten.

    Der Christopher Street Day erinnert an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street stürmte, worauf tagelange Zusammenstösse zwischen Aktivisten und Sicherheitskräften folgten. Der Aufstand gilt als Geburtsstunde der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung.

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