Zum dritten Mal innerhalb von fünf Wochen legten Mitarbeitende der Rettungsdienste in Grossbritannien ihre Arbeit nieder.
Rettungswagen in Leeds
Rettungswagen in Leeds - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Erneut streiken in Grossbritannien tausende Mitarbeiter der Rettungsdienste.
  • Bewohner wurden aufgerufen, den Notruf nur in «lebensbedrohlichen» Situationen zu wählen.

In Grossbritannien haben erneut tausende Mitarbeiter der Rettungsdienste ihre Arbeit niedergelegt. An dem Streik beteiligten sich am Montag die Mitglieder von drei Gewerkschaften in England und Wales. Sie fordern eine bessere Bezahlung und verlangen Verhandlungen mit der Regierung. In London wurden die Bewohner aufgerufen, die Notrufnummer 999 nur in «lebensbedrohlichen» Situationen zu wählen.

Es ist bereits der dritte Streik der Krankenwagenfahrer und anderer Rettungsdienstmitarbeiter innerhalb von fünf Wochen. Für den 6. Februar sind die Beschäftigten zu einem gemeinsamen Massenstreik mit dem Pflegepersonal in öffentlichen Krankenhäusern aufgerufen.

Die Generalsekretärin der Gewerkschaft Unite, Sharon Graham, warf der Regierung am Montag Untätigkeit vor. Seit dem Beginn der Streiks im Dezember habe diese «keinen einzigen Vorschlag» unterbreitet.

In Grossbritannien wird seit Monaten in zahlreichen Branchen gestreikt, meist geht es den Beschäftigten angesichts der hohen Inflation und gestiegener Energiepreise um kräftige Lohnerhöhungen. Betroffen sind neben dem Gesundheitssektor unter anderem auch die Bahn, die Post und die Grenzpolizei. Mitte Dezember hatten zehntausende Pflegekräfte in den britischen Krankenhäusern ihre Arbeit niedergelegt.

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