Benjamin Netanjahu erneut zu Korruptionsvorwürfen vernommen

    AFP
    AFP

    Israel,

    Die Verdachtsfälle von Israels Ministerpräsident Natanjahu nehmen zu. Rund ein Dutzend Mal wurde er vernommen. Heute Freitag traf die Polizei wieder ein.

    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht am Donnerstag (07.04.11) während einer Presseunterrichtung nach einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin.
    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht am Donnerstag (07.04.11) während einer Presseunterrichtung nach einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Israels Ministerpräsident wurde heute Freitag erneut von der Polizei vernommen.
    • Ein neuer Korruptionsvorwurf belastet Benjamin Netanjahu.

    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist heute Freitag offenbar erneut zu Korruptionsvorwürfen vernommen worden. Bilder des israelischen Fernsehens zeigten, wie Polizeibeamte in Netanjahus Büro eintrafen. Der Regierungschef musste sich bereits rund ein Dutzend Mal wegen verschiedener Korruptionsvorwürfe den Fragen der Polizei stellen. Sein Büro bestätigt die Vernehmungen grundsätzlich erst nach deren Beendigung.

    Die Polizei ermittelt gegen Netanjahu wegen mutmasslicher Korruption im Zusammenhang mit dem Telekommunikationsunternehmen Besek und dessen grösstem Anteilseigner Schaul Elowitsch.

    Ausserdem soll er als Zeuge in einem Fall vernommen werden, in dem es um den Kauf dreier deutscher U-Boote geht. Israelischen Medienberichten zufolge ging es bei der Vernehmung heute Freitag erstmals um zwei weitere Fälle, in denen Netanjahu Korruption, Betrug und Vertrauensmissbrauch vorgeworfen werden.

    Verdachtsfälle häufen sich

    In dem einen Fall geht es um den Verdacht, Netanjahu und Familienmitglieder hätten Luxusartikel im Wert von insgesamt einer Million Schekel (239.000 Euro) als Gegenleistung für finanzielle oder persönliche Gefälligkeiten angenommen.

    Der zweite Fall dreht sich um den Verdacht, Netanjahu habe von der Zeitung «Jediot Aharonot» einen positiven Artikel verlangt, um im Gegenzug ein Gesetz auf den Weg zu bringen, das die Verbreitung der Konkurrenzzeitung «Israel Hajom» begrenzt hätte.

    Netanjahus Frau vor Gericht

    Anders als seine Ehefrau wurde der langjährige Regierungschef bislang nicht angeklagt. Sara Netanjahu wird beschuldigt, auf Staatskosten teure Aufträge an Cateringfirmen erteilt zu haben. Sie muss am Sonntag vor Gericht erscheinen.

    Die israelische Polizei hatte im Februar eine Anklage gegen den Regierungschef wegen der Annahme von Bestechungsgeldern, Betrugs und Vertrauensmissbrauchs empfohlen. Eine Entscheidung traf die Generalstaatsanwaltschaft bislang nicht.

    Netanjahu, der seit zwölf Jahren im Amt ist, beteuert in allen Fällen seine Unschuld. Angesichts der Vielzahl von Ermittlungen gegen ihn wachsen allerdings die Spekulationen, dass er zum Rücktritt gezwungen sein könnte.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    5 Interaktionen
    Für Israel
    1 Interaktionen
    Malaysias neue Regierung im Check
    Buenos Aires

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    140 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Pedro Sanchez
    Nach Wohn-Zoff
    KI
    5 Interaktionen
    Gefahr
    Baden AG
    1 Interaktionen
    Baden AG

    MEHR AUS ISRAEL

    Flydubai
    9 Interaktionen
    Flydubai-Drama
    flydubai copilot
    76 Interaktionen
    Passagier berichtet
    4 Interaktionen
    Jerusalem
    Flydubai
    22 Interaktionen
    Flydubai-Attacke