BA: Soziales Pflichtjahr würde Fachkräftemangel nicht lösen

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    Soll es nach der Schule ein soziales Pflichtjahr geben? Der BA-Vorstand für Regionen bezweifelt den Nutzen für den Arbeitsmarkt – und will lieber während der Schulzeit die Arbeitswelt spielerisch näher bringen.

    Daniel Terzenbach, Vorstand Regionen bei der Bundesagentur für Arbeit, spricht sich für eine frühe Berufsorientierung während der Schulzeit aus.
    Daniel Terzenbach, Vorstand Regionen bei der Bundesagentur für Arbeit, spricht sich für eine frühe Berufsorientierung während der Schulzeit aus. - Oliver Berg/dpa/Archiv

    Der Vorstand für Regionen bei der Bundesagentur für Arbeit (BA), Daniel Terzenbach, hält ein soziales Pflichtjahr nicht für das richtige Mittel im Kampf gegen den Fachkräftemangel.

    «Ein soziales Pflichtjahr kann zwar bei der Persönlichkeitsentwicklung helfen, aber den Arbeitskräftemangel würde es langfristig nicht lösen», sagte Terzenbach dem «Redaktionsnetzwerk Deutschland» (RND/Freitag).

    «Schulabgängerinnen und -abgänger würden in einem Pflichtjahr einen Einblick in nur einen Teil des Arbeitsmarktes bekommen», betonte er. «Es ist kein Ersatz für eine breite Orientierung über die Vielzahl von Berufen, die darüber hinaus auch zu den eigenen Interessen und Stärken passt.»

    Berufsorientierung während der Schulzeit

    Der BA-Vorstand sprach sich für eine frühe Berufsorientierung bereits während der Schulzeit aus – «idealerweise ab der 5. Klasse.» Er sagte weiter: «Die Arbeitswelt kann da schon spielerisch nähergebracht werden und dann Stück für Stück über Praktika in den Unternehmen erprobt werden.»

    SPD-Chefin Saskia Esken hat derweil eine Offensive zur Integration von Fachkräften gefordert. «Wenn meine Generation, also die Boomer-Generation, in Rente geht, entsteht wirklich ein Problem. Daher müssen wir Zuwanderung verstärken – und dafür sorgen, dass Integration gelingt», sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Wir brauchen eine verbesserte Willkommenskultur. Wir sprechen von Fachkräftezuwanderung, aber es kommen Menschen. Wir müssen von der Einwanderungs- zur Integrationsgesellschaft werden.»

    Natürlich müsse der oder die Einzelne bereit sein, Teil der Gesellschaft zu werden, sagte Esken. «Aber wir als Gesellschaft müssen auch offen dafür sein, Menschen aufzunehmen und sie bei ihrer Integration nach Kräften zu unterstützen.»

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