Anti-Atom-Mahnmal: Skulptur von Dreirad in Genf

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    Genève,

    Ein Dreijähriger fährt in Hiroshima Dreirad, als dort die erste Atombombe explodiert. Er stirbt, sein Dreirad bleibt als Mahnmal erhalten. Jetzt auch in Europa.

    Dreirad
    Ein Dreirad war das Lieblingsspielzeug von Shinichi Tetsutani (3), der durch die US-Atombombe auf Hiroshima ums Leben kam. (Archivbild) - Christiane Oelrich/dpa

    Als Mahnmal gegen den Einsatz von Atomwaffen ist in Genf seit heute die Skulptur eines Dreirads zu sehen. Es ist ein originalgetreues Abbild eines Dreirads, das ein Dreijähriger am 6. August 1945 in Hiroshima fuhr, als die Amerikaner die erste Atombombe über der japanischen Stadt abwarfen.

    Der Junge, Shinichi Tetsutani, starb wenige Stunden später an den Folgen seiner schweren Verbrennungen. Die Eltern begruben das Kind zusammen mit seinem geliebten Fahrrad im Garten. Erst 40 Jahre später setzte die Familie die sterblichen Überreste des Jungen in einem Familiengrab bei und gab das Dreirad dem Hiroshima Friedensmuseum.

    Mahnmal gegen Atomwaffen

    Das Bronzekunstwerk stammt von dem japanischen Künstler Akira Fujimoto und von Cannon Hersey. Der Amerikaner ist der Enkel von John Hersey. Er besuchte 1946 Überlebende des Bombenangriffs in Hiroshima und veröffentlichte einen damals aufsehenerregenden Artikel darüber in der Zeitschrift «New Yorker».

    Die Skulptur wurde von der Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) in Auftrag gegeben, die 2017 den Friedensnobelpreis erhielt. Sie schenkte sie dem Museum des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Genf, wo es ab sofort im Foyer ausgestellt wird. «Wir hoffen, dass die Kinder auf aller Welt friedlich mit ihren Dreirädern spielen können», sagte Hitomi Hasebe, eine entfernte Verwandte des Jungen, in Genf.

    Kommentare

    User #7127 (nicht angemeldet)

    Ich dachte, dass das die Vorgabe für Politiker und deren Velos ist.

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    Vor 78 Jahren

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