Reptilien

    Amphibien und Reptilien in Deutschland am stärksten im Bestand gefährdet

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    Jede zweite Amphibienart und über zwei Drittel der Reptilienarten sind in Deutschland gefährdet. Die Situation hat sich in den letzten 20 Jahren verschlechtert.

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    Viele Amphibienarten sind in Deutschland sind gefährdet. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Bestand der Amphibien- und Reptilienarten hat in Deutschland weiter abgenommen.
    • Grund dafür ist der Verlust von Lebensräumen durch Wohn- oder Verkehrsflächen.
    • Die Tiere sind daher laut den Naturschützern in der Roten Liste erfasst.

    Jede zweite Amphibienart und mehr als zwei Drittel der Reptilienarten sind gefährdet. Das teilten das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Rote-Liste-Zentrum am Dienstag in Bonn mitteilten. Damit ist der Anteil bestandsgefährdeter Arten laut den Studienautoren höher als in jeder anderen Artengruppe.

    In den vergangenen 20 Jahren habe sich die Situation für die meisten Amphibien- und Reptilienarten weiter verschlechtert. «Für drei Viertel der Amphibienarten wurden auch in den vergangenen 20 Jahren weitere Abnahmen festgestellt.» Das erklärte Alfred Herberg vom BfN. Dasselbe gilt bei mehr als zwei Drittel der Reptilienarten.

    Verlust von Lebens- und Teillebensräumen

    Hauptursache dafür sei der Verlust von Lebens- und Teillebensräumen, zu denen unter anderem Brut- und Laichbiotope sowie frostsichere Überwinterungsplätze zählen. Die anhaltende Inanspruchnahme von Flächen durch neue Wohn- oder Verkehrsflächen sei für den Verlust ausschlaggebend.

    In einer zunehmend monotonen Landschaft hätten es Amphibien und Reptilien immer schwerer. Die Autoren forderten eine naturverträglichere Land- und Forstwirtschaft sowie eine Reduzierung des Flächenverbrauchs für Verkehr und Siedlungen. Ohne tiefgreifende Veränderungen in der Landwirtschaft werde ein Grossteil der Arten künftig nur noch in wenigen isolierten Schutzgebieten leben. So warnten die Autoren.

    Amphibien
    Strassenschild zum Schutz von Amphibien. - Keystone

    Alle 21 in Deutschland vorkommenden Arten der Amphibien und alle 14 Arten der Reptilien sind in der Roten Liste erfasst. Die Situation des vom Menschen eingeschleppten Nordamerikanischen Ochsenfroschs wurde jedoch nicht bewertet.

    Besonders im Bestand gefährdete Amphibienarten sind unter anderem die Geburtshelferkröte und die Gelbbauchunke. Bei den Reptilien sind vor allem die an Fliessgewässer gebundene Würfelnatter und die Kreuzotter besonders gefährdet.

    Bestandsabnahmen auch bei weiteren Amphibienarten

    Auch bei den zehn nicht als bestandsgefährdet eingestuften Amphibienarten stellten die Autoren für die Hälfte Bestandsabnahmen fest. Dies ebenfalls in den vergangenen 20 Jahren. Die Rote Liste sah in der gleichen Zeit für keine Art deutliche Zunahmen.

    Einzelne Vorkommen konnten sich durch Naturschutzmassnahmen stabilisieren. Die Autoren sehen eine nationale Verantwortung für die weltweite Erhaltung von Arten mit bedeutendem Vorkommen in Deutschland. Darunter für den Laubfrosch und die Westliche Blindschleiche.

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