Ungewöhnlicher Aufruf für einen Automobil-Club: Der ADAC regt seine Mitglieder wegen drohender Energie-Engpässe dazu an, weniger Auto zu fahren und lieber den Öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.
Der ADAC hat seine Mitglieder wegen drohender Energie-Engpässe wegen des Ukraine-Krieges aufgerufen, Sprit zu sparen und auch mal den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.
Der ADAC hat seine Mitglieder wegen drohender Energie-Engpässe wegen des Ukraine-Krieges aufgerufen, Sprit zu sparen und auch mal den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. - Marijan Murat/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Angesichts des Ukraine-Krieges ruft der ADAC seine Mitglieder zum Spritsparen auf.

Diese sollten prüfen, ob sie auf einzelne Fahrten verzichten könnten und spritsparend fahren, heisst es in einem am Mittwoch veröffentlichten Text der Präsidiumsmitglieder Christian Reinicke und Gerhard Hillebrand.

Er ist der Auftakt einer Kampagne, die der Verkehrsclub über seine eigenen Kanäle spielen will. Zuvor hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe darüber berichtet.

Ziel der Kampagne ist es, die Abhängigkeit Deutschlands von russischen Energieimporten zu reduzieren. Dazu könne jeder Einzelne einen Beitrag leisten. Zudem hätte eine sinkende Nachfrage sicherlich auch dämpfende Auswirkungen auf die Spritpreise - auch wenn Reinicke und Hillebrand diesen Aspekt nicht ansprechen.

In dem offenen Brief an die rund 21 Millionen Mitglieder des ADAC heisst es unter anderem: «Wer einen guten Zugang zu Angeboten des öffentlichen Verkehrs hat, sollte diese verstärkt nutzen. Auch mit dem Rad oder zu Fuss lassen sich manche Wege zurücklegen.» Zudem rufen sie die Menschen auf, spritsparend zu fahren: «Dabei spielt die Geschwindigkeit eine grosse Rolle. Wichtig ist aber auch vorausschauendes und gleichmässiges Fahren.» Dadurch lasse sich der Verbrauch um bis zu 20 Prozent senken.

In einer Umfrage des Verkehrsclubs unter gut 1000 Autofahrern ab 18 Jahren, die an mindestens 10 Tagen im Monat selbst fahren, sagte knapp die Hälfte, im Vergleich zu vor einigen Monaten gelegentlich auf Fahrten zu verzichten, um Energie und Kosten zu sparen. 60 Prozent sagten zudem, es sei ihnen gelungen, durch spritsparende Fahrweise ihren Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.

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