Mann (55) soll als vermeintlicher Anwalt Flüchtlinge betrogen haben
Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat Anklage gegen einen vermeintlichen Anwalt erhoben, der Asylbewerber und Flüchtlinge hinters Licht geführt haben soll.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen gewerbsmässigen Betrugs und Amtsanmassung.
- Ein 55-Jähriger soll sich als Anwalt ausgegeben haben und damit Asylanten getäuscht haben.
Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat Anklage gegen einen mutmasslichen Betrüger erhoben, der als vermeintlicher Anwalt Asylbewerber und Flüchtlinge hinters Licht geführt haben soll.
Der 55-Jährige soll sich zwischen Juni 2015 und September 2018 als Anwalt ausgegeben oder wahrheitswidrig behauptet haben, den Betrogenen einen Rechtsanwalt vermitteln zu können, wie die Behörde am Donnerstag in der niedersächsischen Stadt mitteilte.
16'800 Euro ergaunert
Dabei stellte er demnach Hilfe bei Asylverfahren oder in Passangelegenheiten in Aussicht. Insgesamt soll der Mann auf diese Weise 16'800 Euro ergaunert und einige der Geschädigten auch bedroht haben.
Die Staatsanwaltschaft legt dem 55-Jährigen unter anderem gewerbsmässigen Betrug in 25 Fällen, Amtsanmassung, Bedrohung und Urkundenfälschung zur Last. Der Verdächtige reiste den Angaben zufolge zu Jahresbeginn 2019 aus Deutschland aus, wurde in der Folgezeit jedoch von der Türkei abgeschoben und bei seiner Einreise nach Deutschland im vergangenen November festgenommen.











