1,5 Tonnen Crystal Meth im Hamburger Hafen entdeckt
Crystal Meth statt Reiskörner: Polizei und Zoll haben im Hafen von Hamburg rund 1,5 Tonnen Methamphetamin sichergestellt.

Die Drogen waren in einem Seecontainer versteckt, der laut Frachtpapieren Tausende Säcke mit weissem Reis aus Pakistan geladen hatte, wie die Staatsanwaltschaft in der norddeutschen Stadt mitteilte. Der Wert der sichergestellten Menge wird auf etwa 28,5 Millionen Euro (26,7 Millionen Franken) geschätzt.
Den Fund machten die Ermittler den Angaben zufolge bereits Anfang Mai. Bei einer Röntgenkontrolle habe ein Container deutliche Auffälligkeiten gezeigt. Nach der Öffnung und vollständigen Entladung entdeckten die Einsatzkräfte in mehreren hundert angeblichen Reissäcken eine kristalline Substanz.
Droge mit hohem Abhängigkeitspotenzial
Ein Schnelltest und eine anschliessende toxikologische Untersuchung bestätigten den Verdacht: Es handelte sich um Methamphetamin, auch bekannt als Crystal Meth. Die gefährliche synthetische Droge hat ein hohes Abhängigkeitspotenzial.
Hinweise darauf, dass die sichergestellte Menge für den Hamburger Drogenmarkt bestimmt war, gibt es nach Angaben der Staatsanwaltschaft bislang nicht. Die Ermittlungen zu den Hintermännern und den Umständen des Imports dauern an.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg und die gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift von Landeskriminalamt und Zollfahndungsamt ermitteln wegen des Verdachts der unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Die Täter sind bislang unbekannt.














