Whatsapp

    Whatsapp führt Werbung ein – das musst du dazu wissen

    Simon Binz
    Simon Binz

    Bern,

    Drei Milliarden Menschen nutzen Whatsapp jeden Monat – doch bislang blieb die App werbefrei. Das soll sich nun ändern. Das musst du dazu wissen.

    whatsapp meta
    Meta plant, für die personalisierte Werbung bei Whatsapp auch auf verknüpfte Konten bei Facebook und Instagram zuzugreifen. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Whatsapp-Nutzer müssen sich auf Werbung einstellen – allerdings noch begrenzt.
    • Die privaten Chats bleiben werbefrei, der Datenschutz soll gewahrt bleiben.
    • Für Meta ist es ein logischer Schritt, für Nutzer vermutlich kein dramatischer.
    • Wer keine Werbung sehen will, kann sie (vorerst) einfach umgehen.

    Lange galt Whatsapp als werbefreie Zone – im Gegensatz zu Facebook oder Instagram.

    Doch damit ist bald Schluss: Der zu Meta gehörende Messenger-Dienst will in den nächsten Monaten weltweit Werbung einführen. Die privaten Chats sollen zwar verschont bleiben, dennoch verändert sich das Nutzungserlebnis.

    Benutzt du Whatsapp?

    Was ist genau geplant? Wo taucht die Werbung auf? Was bedeutet die Neuerung für den Datenschutz und das Nutzerverhalten?

    Hier gibt es die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

    Wo wird die Werbung auftauchen?

    Keine Sorge: Die privaten Chats bleiben tabu. Stattdessen soll Werbung im Bereich «Aktuelles» auftauchen – dort, wo man heute Status-Updates von Freunden oder Beiträge öffentlicher Kanäle sieht.

    Das ist ein bewusster Kompromiss: Meta will das Nutzungserlebnis nicht komplett umkrempeln – aber eben doch endlich mit Whatsapp Geld verdienen.

    Denn klar ist: Mit Werbung kennt sich Meta aus. Facebook und Instagram sind längst voll davon – und bringen Milliarden ein. Nur Whatsapp hinkte bislang hinterher. Trotz gigantischer Nutzerzahlen war der Umsatz vergleichsweise bescheiden – das soll sich jetzt ändern.

    Warum gerade jetzt?

    Dass Meta früher oder später Werbung bei Whatsapp einführt, war absehbar. Intern dürfte das längst geplant gewesen sein – doch rechtliche Hürden und Datenschutzbedenken haben den Start verzögert.

    Besonders heikel: Die Frage, ob Meta, Daten aus Whatsapp mit jenen aus Facebook oder Instagram zusammenführen darf. Hier laufen weiterhin Kartellverfahren.

    Was passiert mit meinen Daten?

    Auch hier setzt Meta auf eine Mischung aus Transparenz und Strategie: Die Werbung basiert auf Daten wie Telefonnummer, Land oder Anzeigename – also Infos, die Whatsapp ohnehin kennt. Daraus wird keine hochgradig personalisierte, aber immerhin regional angepasste Werbung generiert.

    WhatsApp
    Whatsapp bekommt mit dem neuen Update eigene KI-Funktionen. - keystone

    Wer Whatsapp zusätzlich mit Facebook oder Instagram verknüpft hat, bekommt hingegen personalisierte Anzeigen. Wer das nicht getan hat, muss es auch nicht – bekommt dann aber eben eher allgemeine Werbung.

    Kommentare

    User #6116 (nicht angemeldet)

    wer mir ungefragt Werbung schickt bekommt von mir jetzt auch eine Rechnung für meine Daten. Meine Daten sind mein Eigentum auch wenn ich zustimme. Die Gegenleistung für meine Daten sind meistens nur Ramsch.

    User #6456 (nicht angemeldet)

    Nau überflutet mit Werbung. Wo wird bei nau Werbung auftauchen? Überall. Mehr Werbung als Berichte und Text. Nau or never ... 🤑🤑🤑🤦‍♀️🤦‍♀️🤦‍♀️

    Weiterlesen

    WhatsApp
    36 Interaktionen
    Personalisierung
    Whatsapp
    2 Interaktionen
    Nach Klage
    WhatsApp Plus Abo
    3 Interaktionen
    Messengerdienst

    MEHR WHATSAPP

    android whatsapp
    9 Interaktionen
    Schwere Bedingungen
    Whatsapp ipad
    3 Interaktionen
    Bern
    whatsapp
    18 Interaktionen
    Neues Prinzip
    1 Interaktionen
    Brüssel

    MEHR AUS STADT BERN

    Andreas Raabe
    2 Interaktionen
    Inselspital Bern
    Auf Berner Autobahn
    Neue Skateanlage
    1 Interaktionen
    Europaplatz Bern