Weil der iPhone-Hersteller Nutzern die Möglichkeit lässt, die Datenerhebung zu verhindern, sagt Facebook Apple den Kampf an, attackiert den Konzern gar frontal.
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Mark Zuckerberg, Chef von Facebook. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Das neuste iOS-Update gibt Nutzern die Möglichkeit, die Datenerhebung von Apps abzulehnen.
  • Dies passt dem Datensammelmonster Facebook ganz und gar nicht.
  • Jetzt macht das Soziale Netzwerk öffentlich Stimmung gegen Apple.

Mit dem neusten iOS-14-Update haben App-Entwickler die Pflicht, den Anwender um das Einverständnis für die Verwendung von Nutzerdaten zu fragen. Lehnt der User dies ab, kann die App keine Daten erheben, welche insbesondere für die personalisierte Werbung wichtig sind.

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Prekäre Lage: iOS 14 bringt Facebook ins Schwitzen. - Keystone

Das stösst Facebook sauer auf, ist Werbung doch das Kerngeschäft des Sozialen Netzwerkes. Rund ein Drittel aller Smartphones laufen mit iOS, ein grosser Teil der Facebook-App-Nutzer dürfte sich gegen die Datenerhebung entscheiden.

Facebook macht Ernst

Jetzt fährt der Social-Media-Riese grosse Geschütze auf: In einigen der grössten Tageszeitungen der USA hat Facebook ganzseitige Anzeigen geschaltet.

Vertrauen Sie Facebook noch?

Darin macht der Konzern Stimmung gegen Apple und gibt sich als Verteidiger der Rechte kleiner Unternehmen: «Wir erheben uns für kleine Firmen gegen Apple!» Es seien vor allem diese, die unter den neuen Datenschutz-Optionen bei iOS leiden.

Die Internet-Community ist derweil gespalten: Während sich insbesondere viele Firmen hinter Facebook stellen, erntet Apple vorallem Zuspruch von Privatanwendern.

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