Ermittler zerschlagen grosses Netzwerk von Cyberkriminellen

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    USA,

    Eine Hackergruppe hat im grossen Stil Unternehmen und Organisationen erpresst. Nun haben Ermittler das internationale Netzwerk zerschlagen.

    1500 schwere Cyberangriffe gegen Unternehmen und Organisationen soll eine Gruppe Krimineller in den vergangenen anderthalb Jahren verübt haben.
    1500 schwere Cyberangriffe gegen Unternehmen und Organisationen soll eine Gruppe Krimineller in den vergangenen anderthalb Jahren verübt haben. - Sebastian Gollnow/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ermittler haben ein grosses internationales Hacker-Netzwerk zerschlagen.
    • Die Cyberkriminellen sollen in eineinhalb Jahren über 1500 Angriffe verübt haben.
    • Dabei sollen sie finanzielle Schäden in Milliardenhöhe verursacht haben.

    Ermittlern aus Deutschland und den USA ist ein grosser Schlag gegen ein international agierendes Netzwerk von Cyberkriminellen und Erpressern gelungen.

    Die Hacker-Gruppe soll in den vergangenen anderthalb Jahren weltweit für mehr als 1500 schwere Cyberangriffe gegen Unternehmen und Organisationen verantwortlich gewesen sein. Dies teilten das US-Justizministerium und die Staatsanwaltschaft in Stuttgart mit.

    Der verursachte Schaden bei den betroffenen Unternehmen und öffentlichen Institutionen soll nach Schätzungen der Ermittler «in die Milliarden gehen».

    «Seit Juli vergangenen Jahres haben wir mehr als 300 Opfern auf der ganzen Welt geholfen und so Lösegeldzahlungen in Höhe von etwa 130 Millionen US-Dollar verhindert», sagte US-Justizminister Merrick Garland bei einer Pressekonferenz in Washington. Garland bedankte sich bei den internationalen Partnern – insbesondere Deutschland und den Niederlanden – für die grenzübergreifende Zusammenarbeit.

    Angriff auf US-Krankenhaus

    Bei dem Netzwerk handelt es sich der US-Regierung zufolge um die Gruppe «Hive Ransomware». Diese verschlüssle nicht nur wichtige Daten der Opfer, sondern habe auch Erpressungstools entwickelt, um mit einer Veröffentlichung von sensiblen Daten Druck auf das Opfer auszuüben. US-Justizminister Garland nannte als Beispiel für das Vorgehen der Kriminellen einen Angriff auf ein Krankenhaus in den USA. Wegen der Attacke habe die Klinik keine neuen Patienten mehr aufnehmen können und keinen Zugriff mehr auf die elektronischen Patientendaten gehabt.

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