Activision Blizzard wurde wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz heftig kritisiert. Nun will sich der Videospiele-Anbieter laut seinem Firmenchef verbessern.
Diablo Blizzard
Der Game-Entwickler Acitivision Blizzard ist mit Diskriminierungsvorwürfen konfrontiert worden. Firmenchef Bobby Kotick gibt nun an, das Unternehmen werde sich bessern. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP Images/JASON DECROW

Das Wichtigste in Kürze

  • Activision Blizzard will sich in Sachen Unternehmenskultur verbessern.
  • Zuletzt hatte die Firma mit Diskriminierungsvorwürfen zu kämpfen.
  • Derweil erreicht der Videospiele-Anbieter im zweiten Quartal gute Zahlen.

Der Videospiele-Anbieter Activision Blizzard verspricht Änderungen als Reaktion auf Vorwürfe von Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz.

Man werde eine Unternehmenskultur pflegen, in der sich alle Mitarbeiter unterstützt und willkommen fühlen. Das sagte Firmenchef Bobby Kotick bei der Vorlage aktueller Quartalszahlen an Dienstag.

Activision Blizzard war im vergangenen Monat vom US-Bundesstaat Kalifornien verklagt worden. Der Konzern habe eine sexistische Unternehmenskultur gefördert, bei der Frauen systematisch benachteiligt würden. Dies kritisierte die für die Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen in dem Bundesstaat zuständige Behörde DFEH.

Spitzenmanager verlässt Activision Blizzard

Die Firma wies die Vorwürfe zunächst weit von sich. Kotick räumte jedoch später ein, dass man sich mit der ersten Reaktion im Ton vergriffen habe. Er beauftragte eine Anwaltskanzlei mit einer Überprüfung.

Ebenfalls am Dienstag wurde mitgeteilt, dass ein in der Klage erwähnter Spitzenmanager der Konzernsparte Blizzard das Unternehmen verlassen hat. Die DEFH wirft ihm vor, von den Missständen gewusst und nicht gehandelt zu haben.

Im zweiten Quartal übertraf Activision Blizzard dank Spielen wie «Call of Duty», «World of Warcraft» und «Candy Crush» die Analysten-Erwartungen. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um rund 19 Prozent auf fast 2,3 Milliarden Dollar (gut 1,9 Mrd Euro). Der Gewinn stieg um 51 Prozent auf 876 Millionen Dollar.

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