Telekom-Riese Huawei distanziert sich zu seinem Manager in Polen, der wegen Spionageverdacht festgenommen wurde.
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Huawei distanziert sich zu seinem Manager, der in Polen unter Spionageverdacht steht. (Symbolbild) - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Huawei-Manager steht in Polen unter Spionageverdacht. Behörden nahmen ihn fest.
  • Der chinesische Konzern distanziert sich von ihm, um nicht weiter in Verruf zu geraten.

Der chinesische Telekom-Riese Huawei hat sich von einem Manager getrennt, der in Polen unter Spionageverdacht festgenommen worden ist. In einer Mitteilung von heute Sonntag distanzierte sich der Konzern von dem Mitarbeiter: «Die ihm vorgeworfenen Taten haben nichts mit dem Unternehmen zu tun.» Der Vorfall habe Huawei in Verruf gebracht. So sei der Vertrag in Übereinstimmung mit den darin enthaltenen Bedingungen aufgehoben worden, hiess es. Der Konzern halte sich in allen Ländern an geltende Gesetze und Vorschriften.

Nach polnischen Presseberichten wurde dem Manager vorgeworfen, mit chinesischen Geheimdiensten zusammengearbeitet zu haben. Die Behörden bestätigten am Freitag die Festnahme des Chinesen durch den Inlandsgeheimdienst ABW. Auch ein Pole sei festgenommen worden, sagte Stanislaw Zaryn, Sprecher des polnischen Geheimdienstkoordinators Mariusz Kaminski. Den Männern drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Drei Monate in U-Haft

Der Chinese ist nach den Presseberichten der Vertriebsmanager von Huawei in Polen. Der zweite mutmassliche Spion sei ein ehemaliger hochrangiger ABW-Mitarbeiter im Bereich Cybersicherheit, der zuletzt für das Telekom-Unternehmen Orange arbeitete. Die Niederlassungen der beiden Firmen wurden von Ermittlern durchsucht. Die beiden Verdächtigen wurden am Dienstag festgenommen. Es wurde eine Untersuchungshaft von drei Monaten angeordnet.

Der weltweit tätige Netzwerkausrüster und Produzent von Handys und anderer Technologie muss sich gegen Vorwürfe besonders aus den USA wehren, wonach eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen angeblich ein Sicherheitsrisiko darstellt. Huawei hat die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen und die USA aufgefordert, Beweise dafür vorzulegen.

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