Chinas Industrie schrumpft zweiten Monat in Folge
Die chinesische Industrie ist im August den zweiten Monat in Folge geschrumpft. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe stieg zwar auf 49,8 Punkte von 49,2 Punkten im Juli, wie das Statistikamt am Montag mitteilte. Er blieb damit aber unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Die Entwicklung fiel etwas besser aus als erwartet. Von Bloomberg befragte Experten hatten mit 49,5 Punkten gerechnet. Im Juli war die Industrieaktivität erstmals seit fünf Monaten wieder zurückgegangen.
Auch ausserhalb der Industrie blieb die Lage schwach. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungs- und Bausektor sank auf 49,0 Punkte und verharrte damit ebenfalls im Schrumpfungsbereich. Im Juli hatte er bei 49,4 Punkten gelegen.
Für Entwarnung sei es noch zu früh, erklärte Zhiwei Zhang vom Beratungsunternehmen Pinpoint Asset Management. Zwar habe sich der Industrie-PMI gegenüber Juli verbessert. Da aber beide wichtigen Indizes unter 50 Punkten lägen, könne noch nicht von einer wirtschaftlichen Erholung gesprochen werden.
Belastet wird Chinas Industrie unter anderem von höheren Energiekosten infolge des Konflikts im Nahen Osten. Grundsätzlich stützen kräftige Exporte die Wirtschaft. Gefragt sind insbesondere Elektronik und Komponenten für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Im Inland bleibt die Nachfrage dagegen wegen der anhaltenden Immobilienkrise schwach.









