China lässt Raumfahrer länger im All
China will die aktuelle Besatzung seiner Raumstation Tiangong rund einen Monat länger als ursprünglich geplant im All lassen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf das Büro des bemannten Raumfahrtprogramms berichtete, soll damit weitere Technik für längere Aufenthalte im Orbit erprobt werden.

Die Mission «Shenzhou 21» mit den Raumfahrern Zhang Lu, Wu Fei und Zhang Hongzhang war Ende Oktober gestartet und ursprünglich auf rund sechs Monate angelegt. Ihr Zustand sei gut, hiess es. Ein genaues Datum für ihre Rückkehr wurde zunächst nicht genannt. Die Crew dürfte nun aber wohl im Mai zurückkehren.
Zuvor hatte die Besatzung nach chinesischen Angaben ihren dritten Ausseneinsatz der laufenden Mission erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurden unter anderem Schutzvorrichtungen gegen Weltraumschrott installiert und Anlagen ausserhalb der Station überprüft.
Im vergangenen November hatte sich bereits die Rückkehr einer früheren chinesischen Besatzung verzögert. Nach offiziellen Angaben war deren Kapsel vermutlich von kleinen Weltraumtrümmern beschädigt worden. Die Astronauten konnten deshalb nicht wie geplant zur Erde zurückkehren. Später wurden sie mit einem anderen Raumschiff zurückgebracht.










