Zahl der getöteten Soldaten bei Huthi-Angriff steigt auf über 50
Nach dem Raketenangriff der Huthi-Miliz im Jemen ist die Zahl der getöteten Soldaten auf 53 gestiegen. Mehr als 200 weitere Truppen seien bei dem Angriff auf ein Trainingslager verletzt worden, teilten die örtlichen Behörden in der Provinz Schabwa im Süden mit.

Es ist einer der tödlichsten Angriffe der schiitischen Rebellen auf Truppen der Regierung seit der neuen Eskalation im Jemen im September. Zuvor war bei dem Angriff von mehr als 30 Opfern die Rede. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ein Armeesprecher teilte mit, die Huthi hätten ein Trainingslager für neue Sicherheitskräfte in Schabwa mit drei Raketen angegriffen. Die örtlichen Behörden sprachen von einer «verräterischen und blutigen Attacke».
Die Huthi-Rebellen bekannten sich zu dem Angriff am Montag und teilten mit, dieser habe saudischen Truppen in dem Gebiet gegolten. Die Miliz erklärte zudem, Saudi-Arabien habe innerhalb von 48 Stunden mehr als 200 Mal mit Bodenraketen und aus der Luft in Sanaa und anderen Provinzen angegriffen und seit der neuen Eskalation mehr als 2.700 Mal. Saudi-Arabien kämpft mit verbündeten Milizen und an Seite der international anerkannten Regierung gegen die Huthi.
In sozialen Medien kursierten Videos, die Szenen nach dem Angriff zeigen sollen. Darauf sind zahlreiche Leichen zu sehen. Verletzte wurden nach dem Angriff zur ärztlichen Behandlung in den Ort Atak gebracht, wo Anwohner aufgerufen wurden, Blut zu spenden.
Der Bürgerkrieg im Jemen ist im Zuge des Iran-Kriegs neu entflammt. Die vom Iran unterstützten Huthi nahmen bei einer Offensive weite Teile der Westküste am Roten Meer ein und rückten auch in andere Provinzen vor. Die Regierung versucht, mit Hilfe verbündeter Milizen und Saudi-Arabiens die Rebellen zurückzudrängen.
Die Huthi greifen verstärkt auch Ziele in Saudi-Arabien an. Der dortige Zivilschutz gab für die Hauptstadt Riad erneut eine Warnung aus – mutmasslich wegen neuer Attacken der Miliz. Das saudische Bündnis zum Kampf im Jemen schoss nach eigenen Angaben eine Rakete ab, die Riad habe treffen sollen.














