Will die USA Spanien aus der Nato werfen?
Die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA wurde verlängert. Beide Seiten blockieren weiterhin die Strasse von Hormus und drohen sich gegenseitig.

Das Wichtigste in Kürze
- Trump verlängert die Feuerpause mit dem Iran auf unbestimmte Zeit – ohne neue Frist.
- Die Strasse von Hormus wird blockiert, der Iran soll Frachter beschossen haben.
- Die Hisbollah und Israel werfen sich gegenseitig Verstösse gegen die Waffenruhe vor.
Die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA wurde von Donald Trump kurz vor Ablauf für unbestimmte Zeit verlängert. Der US-Präsident erwartet in wenigen Tagen einen Vorschlag aus Teheran zur Beilegung des Krieges. Solange werden die USA keine Angriffe durchführen.
Derweil blockieren beide Länder weiterhin die für den Ölhandel wichtige Strasse von Hormus. Die USA haben einen mit Sanktionen belegten Tanker beschlagnahmt, die iranischen Revolutionsgarden mehrere Frachter unter Beschuss genommen.
Auch der Libanon und Israel konnten sich auf eine Waffenruhe einigen, die am Donnerstag um drei Wochen verlängert wurde. Die Feuerpause ist aber wackelig, beide Seiten werfen sich Verstösse gegen das Abkommen vor.
Alle Neuigkeiten aus dem Nahen Osten erfährst du hier im Nau.ch-Ticker.
Iraner seit 56 Tagen vom Internet abgeschnitten
10.15: Die Iraner sind inzwischen den 56. Tag in Folge vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen.
Die Sperre halte bereits seit 1.320 Stunden an, teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X mit.

Demnach handelt es sich um die bislang längste landesweite Internetsperre in einer sonst «vernetzten Gesellschaft».
Mit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt.
Will die USA Spanien aus der Nato werfen?
09.46: Die USA will offenbar Nato-Staaten bestrafen, die die USA rund um den Iran-Krieg zu wenig unterstützen.
Das geht aus einem internen Mail des Pentagons hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

«Schwierige» Länder sollen demnach Probleme bekommen, heisst es im Schriftverkehr. So wolle die USA etwa den Anspruch Grossbritanniens auf die Falklandinseln überdenken.
Noch dicker kommt es für Nato-Land Spanien. Offenbar spielt man in den USA mit dem Gedanken, das südeuropäische Land aus dem Verteidigungsbündnis auszuschliessen. Das bestätigte ein US-Beamter gegenüber Reuters.
Trump: Atomwaffeneinsatz ist auch für die USA tabu
07.04: US-Präsident Donald Trump schliesst einen Einsatz von Atomwaffen im laufenden Krieg mit dem Iran aus. Er hält ihn auch ganz generell für unzulässig – egal durch welches Land.
Bei einem Auftritt im Weissen Haus entgegnete er auf eine entsprechende Reporterfrage: «Nein, ich würde sie nicht einsetzen. Eine Atomwaffe sollte niemals von irgendjemandem eingesetzt werden dürfen.»

Allein schon die Frage, ob er einen Atombombenabwurf auf den Iran erwägen würde, sei «dumm», befand Trump. «Wofür bräuchte ich eine Atomwaffe, wenn wir sie schon auf ganz konventionellem Wege auch ohne komplett dezimiert haben?»
Befürchtungen vor einem möglichen Einsatz von Atomwaffen hatte Trump Anfang April selbst geschürt. Der US-Präsident richtete damals eine selbst für seine Verhältnisse drastische Drohung an den Iran.
Er erklärte auf Truth Social: «Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren.»
Waffenruhe im Libanon wird laut Trump verlängert
02.11: Die Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel wird um drei Wochen verlängert. Während dieser Zeit will Trump die Regierungschefs der beiden Länder begrüssen.

Das teilte der US-Präsident auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social mit. Die bis anhin gültige Waffenruhe wäre ohne Verlängerung am Sonntagabend ausgelaufen.
















