Venezuela: Demos für Rückkehr von Oppositionspolitikerin Machado
Anhänger von Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado fordern bei Motorrad-Demos in mehreren Städten ihre sichere Rückkehr und freie Wahlen in Venezuela.

Bei Kundgebungen in Venezuela haben Anhänger der Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado deren sichere Rückkehr sowie freie Wahlen in dem südamerikanischen Land gefordert. Mit venezolanischen Fahnen zogen die Demonstrierenden in Motorradkonvois durch die Strassen mehrerer Städte, wie Videos zeigten.
Seit der Nobelpreisvergabe im Dezember in Oslo konnte Machado nicht in ihr Land zurückkehren. Die Oppositionspolitikerin, die sich in Panama aufhält, soll Medienberichten zufolge bisher sieben Rückkehrversuche unternommen haben.
An den Motorrad-Demos nahmen unter anderem Anhänger der Oppositionsparteien Vente Venezuela und Primero Justicia teil. Die Demonstrierenden forderten einen klaren Zeitplan für die Organisation von Präsidentschaftswahlen im Jahr 2027 und skandierten Parolen wie «Freiheit, Freiheit!».
Machthaber Maduro wurde von den USA gefangengenommen
Wenige Wochen nach Machados heimlicher Ausreise aus Venezuela nahmen die USA bei einem Militäreinsatz im Januar in Caracas den autoritär regierenden Staatschef Nicolás Maduro gefangen. Seit dem Einsatz wird das Land von der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez in enger Abstimmung mit Washington geführt. Rodríguez war Vizepräsidentin von Maduro und gilt für die Opposition als Teil des bisherigen autoritären Systems.
Im Westen Venezuelas war auch der prominente Oppositionspolitiker und frühere politische Gefangene Juan Pablo Guanipa unterwegs. «Wir sind auf den Strassen von Maracaibo und fordern die Rückkehr von María Corina Machado, sofortige freie Wahlen und die Freilassung aller politischen Gefangenen», sagte Guanipa in einem Video.
In den vergangenen Monaten sind in Venezuela Hunderte Menschen aus der Haft entlassen worden. Zuletzt wurden am Freitagabend (Ortszeit) nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen rund 30 weitere freigelassen – nur wenige Tage nach dem ersten Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Rodríguez am Rande der UN-Generalversammlung in New York. Laut der Organisation Foro Penal gibt es immer noch mehr als 300 politische Gefangene.










