UN-Sicherheitsrat verlangt Ende der Belagerung von sudanesischer Stadt

    Keystone-SDA
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    Der UN-Sicherheitsrat fordert, dass die Kämpfe in der sudanesischen Stadt Al-Faschir eingestellt werden. Im Bürgerkrieg wurden Hunderttausende vertrieben.

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    Der Weltsicherheitsrat ist das mächtigste UN-Gremium. - dpa

    Der UN-Sicherheitsrat hat per Resolution ein Ende der Belagerung der sudanesischen Stadt Al-Faschir und der Gewalt in dem nordostafrikanischen Krisenstaat gefordert. 14 Mitgliedsländer stimmten am Donnerstag in New York für das von Grossbritannien eingebrachte Papier, Russland enthielt sich.

    Sowohl die paramilitärische Gruppe Rapid Support Forces (RSF) als auch die sudanesische Armee müssten die Kämpfe sofort einstellen. Dies heisst es in der Resolution. Al-Faschir ist die Hauptstadt des Bundesstaats Nord-Darfur im Westen des Sudans und die letzte grosse Stadt der Region, die nicht unter der Kontrolle der RSF steht.

    Hunderttausende sind wegen Bürgerkrieg geflohen

    Seit April 2023 kämpfen in dem Land mit 44 Millionen Einwohnern die Paramilitärs, angeführt von Mohamed Hamdan Daglo, gegen die sudanesischen Streitkräfte von De-facto-Machthaber Abdel Fattah al-Burhan. Die beiden Männer hatten sich einst gemeinsam an die Macht geputscht, dann aber zerstritten. Darfur ist einer der Hauptschauplätze in dem Konflikt.

    Die RSF gingen aus Milizen hervor, die während des Bürgerkriegs mit Hunderttausenden Toten in Darfur Anfang der 2000er schwerste Verbrechen begingen. Im Zuge des Konflikts zwischen den Paramilitärs und der Armee kommt es erneut zu Gewalt gegen ethnische Gruppen. Es gibt Berichte von Tötungen, Vertreibungen und Vergewaltigungen. Hunderttausende sind bereits geflohen. Die an der Grenze zum Tschad und der Zentralafrikanischen Republik liegende Region Darfur gilt als strategische Machtbasis der RSF.

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    Kommentare

    Contamination

    Im Sudan sieht es stark nach einem klassischen Stellvertreterkrieg aus. Afrika ist ja seit jeher eine Spielwiese für derartiges. Je nachdem was man im Sudan für Interessen hat, nimmt man nur die Flüchtlinge oder auch die Ressourcen. Zumindest das wird dann fair aufgeteilt. Europa nimmt ersteres, die Russen und Chinesen letzteres.

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