Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen warnt angesichts der Entwicklung in Afghanistan vor einer «humanitären Katastrophe».
Demonstranten gegen die Taliban zeigen die afghanische Flagge. Foto: Vuk Valcic/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa
Demonstranten gegen die Taliban zeigen die afghanische Flagge. Foto: Vuk Valcic/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa - sda - Keystone/SOPA Images via ZUMA Press Wire/Vuk Valcic

Das Wichtigste in Kürze

  • Das UN-Welternährungsprogramm warnt vor einer humanitären Krise in Afghanistan.
  • Es brauche schnelle Unterstützung innerhalb der nächsten sechs bis sieben Wochen.

Die Afghanistan-Direktorin des Programms, Mary-Ellen McGroarty, forderte nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban eine enge Abstimmung innerhalb der internationalen Gemeinschaft. «Andernfalls wird sich eine ohnehin schon schreckliche Situation zu einer absoluten Katastrophe entwickeln», sagte die UN-Vertreterin der britischen Sonntagszeitung «The Observer».

Das WFP schätzt, dass von den etwa 38 Millionen Menschen in Afghanistan heute schon 14 Millionen nicht genug zu essen haben.

Das Land wird auch von einer schweren Dürre geplagt. McGroarty appellierte an die Staatenwelt: «Wir müssen Unterstützung ins Land bringen - nicht nur Nahrung, auch medizinische Unterstützung und Schutz. Wir brauchen Geld, und wir brauchen es jetzt.» Falls nicht innerhalb von sechs oder sieben Wochen Hilfe eintreffe, werde es zu spät sein - viele Strassen seien dann durch Schnee nicht mehr passierbar.

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