UN: Miliz im Sudan tötete Tausende in Al-Faschir

    Keystone-SDA
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    Sudan,

    Paramilitärs im Sudan haben laut den Vereinten Nationen schwere Kriegsverbrechen und möglicherweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Mehr als 6.000 Menschen seien binnen drei Tagen getötet worden, als die Rapid Support Forces (RSF) und verbündete arabische Milizen im Oktober die Grossstadt Al-Faschir in Darfur einnahmen, teilte das UN-Menschenrechtsbüro mit. Grundlage des Berichts sind Interviews mit mehr als 140 Opfern und Zeugen.

    Sudan
    Im Sudan wurden mehr als 6000 Menschen getötet. - keystone

    Innerhalb von Al-Faschir seien in den drei Tagen mindestens 4.400 Menschen ums Leben gekommen, weitere mehr als 1.600 entlang von Fluchtrouten. Die tatsächliche Zahl der Opfer während der einwöchigen Offensive dürfte deutlich höher liegen.

    Die RSF und ihre Verbündeten verübten laut Bericht unter anderem Massenmorde und Hinrichtungen, sexuelle Gewalt, Entführungen gegen Lösegeld, Folter und Plünderungen. Ein Vorwurf ist auch der Einsatz von Kindern bei Kampfhandlungen. Angriffe richteten sich vielfach gezielt gegen Zivilisten oder kampfunfähige Personen, oft aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit.

    Zusammen mit früheren Angriffen der RSF deute dies auf ein organisiertes und anhaltendes Vorgehen hin, das auf einen systematischen Angriff gegen die Zivilbevölkerung in der Region Darfur schliessen lasse, hiess es weiter. Wissentlich begangene Gewalttaten in dem Zusammenhang könnten als Verbrechen gegen die Menschlichkeit gewertet werden.

    Im Sudan kämpfen seit April 2023 die reguläre Armee und die RSF um die Macht. Experten vergleichen die Situation in der Region Darfur mit den frühen 2000er Jahren, als die Vorläufer der RSF-Miliz dort an der Tötung von bis zu 300.000 Menschen beteiligt waren. Auch der sudanesischen Armee werden Kriegsverbrechen vorgeworfen, etwa Bombardements auf zivile Ziele.

    Die UN bezeichnen die Lage als grösste humanitäre Krise der Welt. Zwölf Millionen Menschen wurden durch die Kämpfe vertrieben, jeder zweite Einwohner des nordostafrikanischen Landes ist von Hunger bedroht.

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    Kommentare

    User #713 (nicht angemeldet)

    In Genf hätte es auch noch ein par hundert gehabt.

    User #3591 (nicht angemeldet)

    Regen unter sich. Gibts da Herrliche Bilder ?

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