UN: Hungerkrise in Afghanistan spitzt sich zu

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    Die Hungerkrise in Afghanistan nimmt nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) immer verheerendere Ausmasse an.

    Afghanistan Hungerkrise
    Afghanische Flüchtlinge erhalten am 30. Juli 2026 in Kabul, Afghanistan, Lebensmittelrationen, die vom König-Salman-Zentrum für humanitäre Hilfe und Nothilfe (KSRelief) gespendet wurden. - keystone

    Die Kürzung der Entwicklungshilfe vieler Geberländer bedeute, dass das WFP nur noch eins von neun unterernährten Kindern in dem Land unterstützen kann, berichtet der WFP-Landesvertreter für Afghanistan, John Aylieff.

    Die Unterernährung habe ein bislang nicht dagewesenes Ausmass erreicht, warnt er. 47 Prozent der Minderjährigen seien im ersten Quartal dieses Jahres unterernährt gewesen. Nach UN-Schätzung leben mehr als 48 Millionen Menschen in Afghanistan.

    Die Folgen dürften irgendwann auch über die Landesgrenzen Afghanistans hinaus spürbar werden, warnt Aylieff: «Extremer Hunger treibt Migration und Radikalisierung voran und führt letztendlich zu Instabilität. Wie die Geschichte zeigt, neigt Instabilität nicht dazu, an den Grenzen haltzumachen.»

    «Die schwachen Schreie unterernährter Babys hallen durch die Gesundheitskliniken Afghanistans», sagt Aylieff. Eine ganze Generation verkümmere. Er berichtete von einer unterernährten Mutter von drei Kindern in Kandahar, die ihrem Baby statt Milch nur dünnen Tee geben könne.

    Ihr unterernährter sechsjähriger Sohn sei zu krank und schwach, um in die Schule zu gehen. Sie sei verzweifelt zu einer Klinik gekommen, doch das WFP habe nichts gehabt, um ihr zu helfen.

    Das WFP habe bislang nur gut ein Zehntel der 900 Millionen US-Dollar erhalten, die es für Afghanistan für dieses Jahr veranschlagt hatte, sagte Aylieff. Zwar sei in diesem Jahr mit einer guten Ernte zu rechnen. Das bringe aber keine Erleichterung, wenn man bedenke, dass viel mehr Leute ernährt werden müssen. In den vergangenen drei Jahren seien rund sechs Millionen Afghanen aus Nachbarländern zur Rückkehr in ihr Heimatland gezwungen worden.

    Kommentare

    User #3306 (nicht angemeldet)

    Erstaunlich, es gibt auch hier noch Talibanfahrer und Zensitisfreunde!

    User #3926 (nicht angemeldet)

    Mach ich, ihr lasst mich nicht!

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