UN: Afghanische Flüchtlinge in Not

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Afghanistan,

    Vereinte Nationen warnen vor humanitärer Krise an der afghanisch-pakistanischen Grenze.

    Afghanen verlassen Pakistan
    Afghanische Flüchtlinge fahren auf einem Lastwagen, als sie das benachbarte Pakistan verlassen. (Archivbild) - keystone

    Angesichts der anhaltenden Massenvertreibung afghanischer Geflüchteter aus Pakistan sprechen die Vereinten Nationen von einer humanitären Krise an der afghanisch-pakistanischen Grenze. «Ihre Lage ist verzweifelt», beschreibt die UN-Organisation für Migration (IOM) die Situation der Rückkehrer am Dienstag. «Die meisten Menschen sagten uns, dass sie gezwungen waren, das Land zu verlassen und ihr Hab und Gut und ihre Ersparnisse zurückzulassen.»

    Aktuell verlassen täglich Tausende afghanische Flüchtlinge Pakistan. Die Regierung in Islamabad hatte Geflüchteten ohne Aufenthaltsstatus eine Frist zur freiwilligen Ausreise bis zum 1. November gesetzt, andernfalls drohe ihnen die Verhaftung und Ausweisung.

    Pakistan setzt Deadline für geflüchtete Afghanen

    Seit dieser Ankündigung sind nach Angaben pakistanischer Behörden in den Grenzprovinzen mehr als 340'000 Afghanen in ihr Heimatland zurückgekehrt.

    Nach Jahrzehnten der Konflikte, Instabilität und Wirtschaftskrise sei es für Afghanistan jedoch schwierig, die hohe Anzahl an zurückkehrenden Familien aufzunehmen.

    «Angesichts von mehr als sechs Millionen Binnenvertriebenen im ganzen Land stehen die aus Pakistan zurückkehrenden Afghanen vor einer prekären, ungewissen Zukunft», teilte die IOM mit. Vor allem angesichts des bevorstehenden Winters bräuchten die Rückkehrer dringende Hilfe, jedoch sei auch langfristige Unterstützung gefragt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Spanien
    33 Interaktionen
    Flugzeug gelandet

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    371 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Tessiner Polizei
    1 Interaktionen
    Biasca TI
    Cédric Wermuth
    5 Interaktionen
    Bern
    Franz von Assisi
    1 Interaktionen
    800 Jahre nach Tod

    MEHR AUS AFGHANISTAN

    Gas
    3 Interaktionen
    Kabul
    Kabul
    afghanistan
    Kabul