Türk: Kollektive Bestrafung der Palästinenser verletzt Völkerrecht

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Polen,

UN-Hochkommissar Volker Türk bezeichnet die Situation in Rafah im Gazastreifen als «schrecklich».

Volker Türk
Volker Türk, UN-Hochkommissar für Menschenrechte, zeigt sich besorgt über die Menschenrechtslage. (Archivbild) - dpa

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat die Lage in Rafah im Süden des Gazastreifen als «schrecklich» bezeichnet. «Mir fallen eigentlich keine Worte mehr ein, wie man die Situation zurzeit beschreiben kann», sagte Türk am Montag im Morgenjournal des österreichischen Senders Ö1. In Rafah lebten heute 1,4 Millionen Menschen, vor Beginn der israelischen Angriffe seien es 300'000 gewesen. Die Menschen hätten dort nicht genügend zu essen und viele hätten erlebt, dass Familienangehörige getötet wurden.

«In so einer Situation noch einen Angriff zu führen, da frage ich mich schon: Was muss noch passieren?», sagte Türk. Das UN-Menschenrechtsbüro betrachte die Lage mit grösster Sorge. «Die kollektive Bestrafung der Palästinenser, vor allem auch die Abkoppelung von humanitärer Hilfe, ist eine Verletzung des humanitären Völkerrechts», sagte Türk. «Ich habe sehr schwerwiegende Bedenken, dass das, was sich vor unseren Augen abspielt, noch verhältnismässig ist.»

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

Gaza Kind verletzt
15 Interaktionen
UN-Menschenrechtsbüro
Bildung
Fortschritt

MEHR IN NEWS

1 Interaktionen
Zürich
Polizisten in Bolivien bei Protesten in La Paz.
In Bolivien
Araghtschi krieg iran
41 Interaktionen
Nach US-Angriffen

MEHR AUS POLEN

Polen Unfall
Warschau
Ehe
4 Interaktionen
Warschau
Peter Magyar Donald Tusk
6 Interaktionen
Vorbild
Besuch Polen
2 Interaktionen
Warschau