Trump: Venezuela nimmt Migranten aus den USA zurück

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Donald Trump schickt seinen Mann für «Sondermissionen», Richard Grenell, mit zwei Forderungen nach Venezuela. Nach dem Trip meldet der US-Präsident einen Erfolg bei beiden Themen. Zu welchem Preis?

    Trump
    US-Medien berichteten jüngst, Trump habe entschieden, dass sich die Vereinigten Staaten in einem «bewaffneten Konflikt» mit Drogenkartellen befinden. (Archivbild) - dpa

    Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump eine Vereinbarung zur Migrationspolitik mit Venezuela geschlossen. Die venezolanische Regierung habe sich bereiterklärt, alle Staatsbürger wieder aufzunehmen, die illegal in die USA eingereist und dort festgenommen worden seien, schrieb Trump auf den Plattformen Truth Social und X. Dazu gehörten auch Mitglieder krimineller Banden, betonte er. «Venezuela hat sich ausserdem bereit erklärt, den Rücktransport zu übernehmen», schrieb er weiter.

    Auch die freigelassenen Amerikaner, die in Venezuela inhaftiert gewesen waren, seien inzwischen zurück in den USA, betonte Trump. Die venezolanische Regierung äusserte sich zunächst nicht zu einer Migrations-Vereinbarung, sondern lediglich zu den Freilassungen.

    Drohung der USA mit Konsequenzen

    Trump hatte seinen Gesandten für Sondermissionen, Richard Grenell, nach Venezuela geschickt, um Präsident Nicolás Maduro zur Rücknahme von illegal in die USA eingereisten Migranten zu drängen und die Freilassung inhaftierter Amerikaner zu erreichen. Wie üblich, verknüpfte die Trump-Regierung die Forderungen mit der Drohung, andernfalls werde es Konsequenzen geben.

    Nach den Gesprächen verliess Grenell das Land mit sechs freigelassenen Amerikanern. Er verbreitete auf X mehrere Fotos mit den sechs Männern. Dazu schrieb Grenell: «Wir sind zu Hause.» Der Grund für die Inhaftierung der Amerikaner in Venezuela war zunächst nicht bekannt.

    Ein umstrittener Staatschef

    Maduro sagte zu den Gesprächen mit den USA: «Es gibt Themen, über die wir erste Einigungen erzielt haben.» Details nannte er nicht. Er kündigte einen «Neuanfang» in den Beziehungen zu den USA an, «bei dem alles, was berichtigt werden muss, berichtigt wird, und das, was getan werden muss, getan wird».

    Der Besuch kam weniger als einen Monat, nachdem Maduro für eine dritte Amtszeit vereidigt wurde – nach einer von Betrugsvorwürfen überschatteten Wahl, landesweiten Protesten und internationaler Kritik. Die USA erkennen Maduros Anspruch auf den Wahlsieg nicht an und hatten zusammen mit Kanada, Grossbritannien und der EU Sanktionen gegen hochrangige Beamte des südamerikanischen Landes verhängt.

    Der venezolanische Generalstaatsanwalt Tarek William Saab argumentierte in einem Fernsehinterview nun, Grenells Besuch bedeute formell, dass die US-Regierung Maduro als Präsident von Venezuela anerkenne. Der frühere US-Präsident Mike Pompeo wiederum mahnte bei dem Sender Fox News, er hoffe, es habe keine Zugeständnisse an die Regierung Venezuelas in diese Richtung gegeben. Die US-Regierung dürfe nicht vergessen, wer Maduro sei.

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    a
    298 Interaktionen
    Midterms
    «Kämpften minutenlang gegen drei bissige Hunde»
    160 Interaktionen
    Attacke in Winterthur

    MEHR IN NEWS

    cyber
    Karlsruhe
    bardot
    Saint-Tropez
    Washington
    Schweizer Technologie
    Antriebe

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    5 Interaktionen
    Stuttgart
    9 Interaktionen
    Frankfurt/Main
    Wolodymyr Selenskyj Friedrich Merz
    113 Interaktionen
    Für die Ukraine
    Halloween präparierte Süssigkeiten
    20 Interaktionen
    In Europa