Tote Skandinavierinnen in Marokko: Strafmass für Schweizer halbiert

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    Für einen Schweizer wurde das Strafmass auf fünf Jahre halbiert. Er wurde im Zusammenhang mit zwei Ermordungen in Marokko verurteilt.

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    Einer der beiden Schweizer, die in Zusammenhang mit der Ermordung der zwei skandinavischen Rucksacktouristinnen festgenommen worden sind, ist am Donnerstag in der marokkanischen Hauptstadt Rabat zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/MOSA'AB ELSHAMY

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Dezember 2018 wurden zwei Skandinavierinnen brutal ermordet.
    • Ein Schweizer wurde erstinstanzlich zu 20 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
    • Im April wurde er zu 10 Jahren verurteilte – nun wird das Strafmass auf fünf verkürzt.

    Die Freiheitsstrafe für einen Schweizer wird auf fünf Jahre verkürzt. Er wurde im Zusammenhang mit der Ermordung von zwei Skandinavierinnen in Marokko verurteilt. Das teilte sein Anwalt am Montag mit.

    Der 33-Jährige war im vergangenen April von einem Gericht in Rabat zu einer zehnjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Unter anderem wegen der Beteiligung an einer terroristischen Organisation, wie sein Anwalt damals bekanntgab. Er hatte Berufung gegen das Urteil eingelegt.

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    In Marokko wurden am 17. Dezember 2018 zwei Rucksacktouristinnen tot aufgefunden. - Keystone

    Die Verkürzung des Strafmasses wurde von einer Berufungskammer des Anti-Terror-Gerichts in Salé ausgesprochen, wie Anwalt Khalil Idrissi am Montag bekanntgab. Die Verurteilung sei ungerecht, kritisierte er. Sie stütze sich auf keine gesicherten Fakten.

    Zunächst zu 20 Jahren verurteilt

    Im Zug der Ermittlungen war im Dezember 2018 in Marokko auch ein schweizerisch-spanischer Doppelbürger festgenommen worden. Er wurde erstinstanzlich zu 20 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Für die Hauptangeklagten wurde die Todesstrafe ausgesprochen. Sie hätten die Frauen im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet, hiess es zu dem Urteil.

    Die beiden skandinavischen Rucksacktouristinnen waren enthauptet worden. Die Leichen der 24-jährigen Dänin und ihrer vier Jahre älteren norwegischen Freundin wurden am 17. Dezember 2018 in einer einsamen Gegend des Atlas-Gebirges gefunden.

    Die Tat löste in Marokko und auch in den Heimatstaaten der beiden jungen Frauen Entsetzen und Trauer aus. Über ein Dutzend Personen wurden wegen mutmasslicher Verbindungen zur Tat festgenommen.

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