Tödliches Minenunglück in China - Suche nach Ursache

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China,

Ein verheerendes Minenunglück mit mindestens 82 Toten hat die nordchinesische Provinz Shanxi erschüttert. Wie die Behörden mitgeteilt hatten, war es im Landkreis Qinyuan am Freitagabend (Ortszeit) in einem Kohlebergwerk zu einer Gasexplosion gekommen. 250 Arbeiter hatten sich zu dem Zeitpunkt unter Tage befunden. 128 Menschen erlitten laut offiziellen Angaben Verletzungen.

China Feuerwehr
Chinas Feuerwehr auf dem Weg zur Unglücksmine. - keystone

Es war das schwerste Grubenunglück seit mehr als 16 Jahren. 2009 waren 108 Menschen bei einer Explosion in einer Kohlemine in der Provinz Heilongjiang nahe der russischen Grenze gestorben. Während die Untersuchungen zur Unglücksursache in Qinyuan noch nicht abgeschlossen sind, richtet sich der Fokus zunehmend auf die Arbeitssicherheit in der Grube.

Am Sonntag veröffentlichte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua einen Beitrag, in dem ein Bergarbeiter auf mangelnde Standards hinwies. Er habe wie viele andere keine sogenannte Lokalisierungskarte gehabt, die jedoch Vorschrift sei, sagte ein Mann mit dem Nachnamen Zhang. Dies sei in der Mine so gehandhabt worden. Arbeitskleidung und Schutzhelm habe sich jeder selbst kaufen müssen, erzählte er weiter.

Eine erste Untersuchung stellte zudem schwerwiegende Gesetzesverstösse des Minenbetreibers fest, wie chinesische Staatsmedien berichteten. Um welche Verstösse es sich konkret handelt, blieb unklar. Mehrere Personen wurden unterdessen festgenommen. Die Behörde für Bergbausicherheit veröffentlichte am Sonntag zudem eine landesweite Anweisung zur zukünftigen Verhinderung von Gasexplosionen. Darin mahnte sie strengere Kontrollen in den Minen und härtere Bestrafung bei Sicherheitsverstössen an.

Die Provinz Shanxi gilt als eines der Zentren der chinesischen Kohleindustrie. Obwohl China in den letzten Jahren verstärkt auf erneuerbare Energien setzt, deckt Kohle nach wie vor etwas mehr als die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs des Landes ab.

Bergbau in China ist ein gefährliches Geschäft. In der Vergangenheit kam es in China immer wieder zu schweren Unfällen mit vielen Toten, auch wenn sich die Umsetzung der Sicherheitsstandards in den letzten Jahren spürbar verbessert hat. Im Dezember hatte die Regierung für die Zahl der jährlichen Todesopfer einen Rückgang von 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024 gemeldet, ohne jedoch absolute Opferzahlen zu nennen.

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