Südkoreanischer Präsident entschuldigt sich bei Bürgern

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    Erstmals seit Beginn der Staatskrise hat sich Präsident Yoon an die Öffentlichkeit gewandt. Noch heute will das Parlament über einen Antrag für ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn abstimmen.

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    Präsident Yoon spricht zum südkoreanischen Volk. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Präsident Yoon Suk Yeol entschuldigt sich für das Verhängen des Kriegsrechts.
    • Er werde die Verantwortung für sein Handeln übernehmen.
    • Heute will das Parlament über ein Amtsenthebungsverfahren abstimmen.

    Unmittelbar vor der Abstimmung über einen Antrag für ein Amtsenthebungsverfahren hat sich der südkoreanische Präsident Yoon Suk Yeol bei seinem Volk für das vorübergehende Verhängen des Kriegsrechts entschuldigt.

    In einer live im Fernsehen übertragenen Rede versprach Yoon zudem, dass so etwas unter seiner Führung nicht wieder geben werde. Er werde die «rechtliche und politische Verantwortung» für sein Handeln übernehmen und es seiner Partei überlassen, wie lange er im Amt bleiben solle. Weitere Einzelheiten nannte er nicht.

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    Nachdem Präsident Yoon Suk Yeol das Kriegsrecht verhängt hatte, gingen Tausende Südkoreaner auf die Strassen. - keystone

    Es war das erste Mal, dass sich Yoon seit Beginn der Staatskrise direkt an die Öffentlichkeit gewandt hat. Am späten Dienstagabend (Ortszeit) hatte Yoon überraschend das Kriegsrecht in Kraft gesetzt und es wenige Stunden später nach massivem politischem Widerstand wieder aufgehoben.

    Es war das erste Mal seit dem Übergang Südkoreas zur Demokratie Ende der 1980er Jahre, dass das Staatsoberhaupt des Landes das Kriegsrecht verhängte.

    Die Opposition reichte daraufhin einen Antrag für ein Amtsenthebungsverfahren im Parlament ein. Er soll heute zur Abstimmung kommen. Die grösste Oppositionspartei wirft dem konservativen Staatsoberhaupt Verfassungsbruch vor und fordert seinen sofortigen Rücktritt. Ebenso werden heute in der Hauptstadt Seoul flächendeckende Demonstrationen gegen Präsident Yoon erwartet.

    Kommentare

    User #4294 (nicht angemeldet)

    Letzte Woche war er noch ein vollblut Demokrat. 😂

    User #4578 (nicht angemeldet)

    "Notrecht" gab es doch hier auch erst kürzlich zweimal. Weil das so gut geklappt hat, kommt das jetzt auch immer wieder.

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