Sicherheitskräfte verhindern geplante Proteste in Kuba

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Cuba,

    In Kuba haben Sicherheitskräfte die Organisatoren von Protesten in ihren Häuser festgesetzt. Damit habe sie grössere Kundgebungen verhindern können.

    Kuba
    Zwei Polizisten patrouillieren in Kuba, wo die Proteste hätten stattfinden sollen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Kuba hat die Polizei grosse geplante Demonstrationen verhindert.
    • Sie hat die Organisatoren am Verlassen ihrer Häuser gehindert.
    • Exil-Kubaner demonstrierten in ihren Ländern aus Solidarität.

    Eine hohe Präsenz der Sicherheitskräfte hat in Kuba neue Demonstrationen gegen die Regierung verhindert. Zahlreiche Aktivisten, Journalisten und andere Menschen, die den Protestaufruf verbreitet oder sich gegen die Regierung ausgesprochen hatten, berichteten am Montag in sozialen Medien, sie würden am Verlassen ihrer Wohnungen und Häuser gehindert. Es gab auch Berichte über Festnahmen von Kubanern, die mit weisser Kleidung und weissen Rosen - den Symbolen des Protests - auf die Strassen von Havanna und anderen Städten gingen.

    Vor den Häusern mancher Aktivisten versammelten sich Gruppen von Unterstützern der sozialistischen Regierung, die Parolen und Beschimpfungen riefen, wie in Videos auf Twitter zu sehen war.

    Exil-Kubaner
    Exil-Kubaner, hier in Miami, demonstrierten aus Solidarität. - Keystone

    Das betraf etwa Saily González, ein Mitglied der Aktivisten-Gruppe Archipiélago, die die Demonstrationen organisierte. «Wenn man mich heute nicht rausgehen lässt, werde ich es morgen machen – und zwar mit mehr Überzeugung und Entschlossenheit als heute», twitterte sie. In Kuba herrsche eine Diktatur, die beendet werden müsse.

    Anders als bei spontanen Demonstrationen in verschiedenen Städten des Karibikstaates am 11. Juli waren die Sicherheitskräfte diesmal vorgewarnt. Damals waren Hunderte Menschen festgenommen worden – bei den neuen Protesten sollte es unter anderem darum gehen, ihre Freilassung zu fordern.

    Kuba wirft USA Einmischung vor

    Bei den Massenprotesten im Juli – den grössten gegen die Regierung seit Jahrzehnten – war für Freiheit sowie gegen Repression und Misswirtschaft demonstriert worden. Ein Auslöser war der Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten. In Teilen der USA und Europas kam es am Montag zu Demonstrationen von Exil-Kubanern und Sympathisanten.

    Die kubanische Regierung hatte, wie bereits im Juli, die geplanten Proteste als von den USA inszeniert dargestellt. Am Montag öffnete der Inselstaat seine Grenzen wieder. Unter dem Ausfall der Tourismuseinnahmen wegen der Corona-Pandemie hat Kubas Wirtschaft stark gelitten.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    1 Interaktionen
    Havanna
    Ein Mann schaut vom Balkon runter, an dem eine kubanische angebracht ist.
    1 Interaktionen
    Hausarrest
    kuba
    4 Interaktionen
    In Kuba

    MEHR IN NEWS

    Trump
    61 Interaktionen
    Nach Wahlen
    Wein
    10 Interaktionen
    Konsum ankurbeln
    22 Interaktionen
    Emmetten NW

    MEHR AUS CUBA

    Kuba
    7 Interaktionen
    Havanna
    kuba
    Pentagon droht
    13 Interaktionen
    Havanna
    4 Interaktionen
    Havanna/Bogotá