Schon 22 Opfer: Killer-Elefant wütet in Indien
Ein Killer-Elefant sorgt in Indien für Angst und Schrecken: Schon 22 Menschen sind gestorben. 100 Forstmitarbeitende suchen nach dem aggressiven Tier.

Das Wichtigste in Kürze
- In Indien hat ein Elefant seit Anfang Jahr bereits 22 Menschen getötet.
- Mehr als 100 Forstmitarbeitende suchen das aggressive Tier, bisher erfolglos.
- In den letzten fünf Jahren haben Elefanten in Indien mehr als 2800 Menschen getötet.
Im indischen Bundesstaat Jharkhand ist ein gefährlicher Elefant unterwegs. Der Dickhäuter hat seit Anfang Januar bereits 22 Menschen getötet, wie die britische Zeitung «The Guardian» berichtet. Die Angriffe fanden hauptsächlich in der Nacht statt, als der Elefant in kleine Dörfer eindrang.
Das erste Opfer war demnach ein 35-jähriger Mann aus dem Dorf Bandijhari am Neujahrstag. Seitdem hat das Tier weitere Menschen getötet, darunter auch eine Familie mit zwei kleinen Kindern sowie einen Beamten der Forstabteilung.
Forstbeamter: «Das ist eine beispiellose Situation»
Der Chaibasa-Distrikt, wo der Elefant zuletzt gesichtet wurde, befindet sich im Ausnahmezustand. Die Bewohner wurden angewiesen, Waldgebiete zu meiden und nachts nicht mehr hinauszugehen.
Der zuständige Forstbeamte Kuldeep Meena sagte gegenüber BBC: «Das ist eine beispiellose Situation. Es ist das erste Mal, dass eine solche Häufung von Todesfällen mit einem einzelnen männlichen Elefanten in Verbindung gebracht wird.»
Aditya Narayan, leitender Forstbeamter des Chaibasa-Distrikts sagt im «Guardian», dass es sich wohl um einen jungen männlichen Elefanten handelt.
Dieser wurde von seiner Herde getrennt und wurde «extrem gewalttätig». Drei Versuche, das Tier zu betäuben, seien bisher gescheitert.
Elefanten töten in Indien in fünf Jahren 2800 Menschen
Trotz der intensiven Suche von mehr als 100 Forstmitarbeitenden konnte der Elefant bisher nicht gefunden werden. Das Tier legt täglich fast 30 Kilometer zurück, wie die Zeitung weiter schreibt.
Beamte vermuten, dass sich der aggressive Dickhäuter möglicherweise in seiner Paarungsphase befindet, berichtet die BBC. In der Paarungszeit könne eine erhöhte Aggression aufgrund des gesteigerten Testosteronspiegels bei männlichen Elefanten vorkommen.
Diese Vorfälle unterstreichen das zunehmende Problem des tödlichen Konflikts zwischen Menschen und Elefanten in Indien.
Ursachen dafür sind unter anderem: Die fortschreitende Entwaldung, Nahrungsmittel- und Wasserknappheit sowie die zunehmende Besiedlung der Lebensräume der Elefanten.
In den letzten fünf Jahren haben Elefanten in Indien demnach mehr als 2800 Menschen getötet. Auch in anderen Ländern, wie beispielsweise in Thailand, Mosambik oder auch in Südafrika, wurden schon Menschen von Elefanten getötet.
















