Schlüpflinge des Siam-Krokodils in Kambodscha entdeckt

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    Kambodscha,

    Siam-Krokodile kommen in freier Wildbahn nur noch extrem selten vor. Die Entdeckung von acht Jungtieren in Kambodscha sorgt deshalb für Aufregung.

    Ein Jungtier des Siam-Krokodils. In der Wildnis Kambodschas haben Forscher acht Jungtiere des vom Aussterben bedrohten Crocodylus siamensis entdeckt. Foto: Ien Khve/MoE/WWF Cambodia/dpa
    Ein Jungtier des Siam-Krokodils. In der Wildnis Kambodschas haben Forscher acht Jungtiere des vom Aussterben bedrohten Crocodylus siamensis entdeckt. Foto: Ien Khve/MoE/WWF Cambodia/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • In der Wildnis Kambodschas haben Forscher acht Jungtiere des vom Aussterben bedrohten Siam-Krokodils (Crocodylus siamensis) entdeckt.

    Die Schlüpflinge wurden während der Brutzeit der Reptilien im Srepok Wildlife Sanctuary (SWS) im Osten des Landes von einem Team aus Mitarbeitern des Umweltministeriums und des WWF aufgespürt, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung. Die seltenen Jungtiere würden jetzt von Rangern rund um die Uhr bewacht.

    Es sei das erste Mal in zehn Jahren, dass es in der Region einen fotografischen Beweis für eine Brutpopulation von Siam-Krokodilen gebe. Die Forscher sprechen von einer «sehr aufregenden Entdeckung».

    Das Team habe während der Brutsaison regelmässig Feldbeobachtungen durchgeführt, unter schwierigen Wetterbedingungen und mit viel Geduld, heisst es in der Mitteilung. «Dann kam der aufregende Moment, als jemand aus unserem Team zum ersten Mal das Schimmern der Augen von Krokodiljungen entdeckt hat», sagte Sothea Bun, einer der beteiligten Forscher.

    Entdeckung weckt Hoffnung

    Milou Groenenberg, Expertin für Biodiversität beim WWF, sprach von einem Durchbruch. «Wir waren uns bisher nicht sicher, ob es in der örtlichen Population noch Brutpaare gibt, ob Nester vorhanden sind und ob Tiere erfolgreich geschlüpft sind», erklärte sie. Die Entdeckung in Srepok wecke die Hoffnung, dass Siam-Krokodile in freier Wildbahn doch noch überleben könnten. Es handele sich um «einen bedeutenden Fund für die Tierart in Kambodscha und weltweit».

    Die seltenen Siam-Krokodile werden maximal vier Meter lang und leben ausschliesslich in Süsswasserflüssen, -seen und -sümpfen. Früher waren sie in weiten Teilen Südostasiens verbreitet, seit Anfang der 1990er Jahre geht ihr Bestand jedoch stark zurück. Hauptbedrohungen sind der Verlust des natürlichen Lebensraums, Wilderei, illegaler Wildtierhandel, die Hybridisierung zwischen verschiedenen Krokodilarten sowie der Bau von Wasserkraftwerken.

    In Kambodscha leben derzeit nach WWF-Angaben schätzungsweise noch 200 bis 400 Exemplare in freier Wildbahn. Insgesamt gibt es nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN noch maximal 1000 erwachsene Siam-Krokodile in Südostasien.

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