Russland will sich nicht in die Geschehnisse von Afghanistan einmischen. Kremlsprecher Dmitri Peskow befürchtet einen potenziellen Bürgerkrieg.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Russland will sich nicht in der Situation von Afghanistan einmischen.
  • Moskau führt seit langem Verhandlungen mit den Taliban.

Russland sieht die Gefahr eines Bürgerkriegs in Afghanistan - und kündigte an, sich nicht einmischen zu wollen. Potenziell bestehe das «Risiko eines erneuten Bürgerkriegs in Afghanistan», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der Agentur Interfax zufolge.

«Natürlich hat niemand vor, sich in diese Ereignisse einzumischen», sagte Peskow auf die Frage einer russischen Intervention in den Konflikt.

Die aktuelle Situation sei «eine zusätzliche Gefahr und Bedrohungen»

Russland beobachtet den Siegeszug der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan mit Sorge. Befürchtet wird unter anderem, dass Kämpfer in Zentralasien in ehemals sowjetisches Gebiet eindringen könnten. Moskau führt seit langem Verhandlungen mit den Taliban, die die Macht in Afghanistan übernommen haben.

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Russische Friedenstruppen und ihre Militärfahrzeuge stellten im November einen Waffenstilstand sicher. (Archivbild) - dpa-infocom GmbH

Russlands staatlichem Rüstungsexportunternehmen Rosoboronexport zufolge könnte im Zusammenhang mit der Afghanistan-Krise die Nachfrage nach russischen Waffen steigen. «Wenn bei Nachbarländern oder bei unseren Partnern die Notwendigkeit besteht, sind wir bereit, zu reagieren», sagte Rosoboronexport-Chef Alexander Michejew.

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