Russland droht mit Angriffen auf «feindliche» Handelsschiffe

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Russland,

Russlands droht nach dem Festsetzen mehrerer Schiffe seiner sogenannten Schattenflotte dem Westen mit «spiegelbildlichen Massnahmen».

handelsschiff
Russlands droht nach dem Festsetzen mehrerer Schiffe seiner sogenannten Schattenflotte dem Westen mit «spiegelbildlichen Massnahmen». (Symbolbild) - keystone

Es gehe nicht nur um Gewässer, in denen russische Schiffe überfallen würden, «sondern dort, wo wir es für notwendig und zielgerichtet erachten», sagte der russische Präsident Wladimir Putin. Er trat in Uniform auf einem Kriegsschiff bei einem Manöver der Pazifikflotte vor der Insel Sachalin auf. Moskau reagiere damit auf das Vorgehen der Europäischen Union.

Die Festsetzung seiner Schiffe ärgert Russland schon lange. Moskau spricht von Piraterie und hat auch schon wiederholt damit gedroht, seine Kriegsschiffe zum Schutz seiner Handelsschiffe einzusetzen.

Der russische Ex-Präsident und jetzige Vizechef des nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, wurde noch konkreter. «Russland hat das Recht, jedes Handelsschiff feindlicher Staaten anzugreifen, die sich sowohl in unseren als auch in neutralen Gewässern befinden, wenn es ausreichenden Verdacht gibt, dass es Fracht im Interesse des Gegners transportiert», schrieb Medwedew in seinem Telegram-Kanal. Mit Gegner dürfte er die Ukraine meinen. Das betreffe jede Fracht und jedes Schiff auch ausserhalb des Schwarzen Meeres.

Russland führt seit fast viereinhalb Jahren Krieg gegen den Nachbarn Ukraine und wurde deswegen von der EU und anderen Staaten mit Sanktionen belegt. Mehrere westliche Staaten, darunter Grossbritannien, Frankreich und Schweden, setzten bereits für Russland fahrende Öltanker wegen des Verdachts der Sanktionsumgehung kurzzeitig fest. So soll etwa Russlands Ölverkauf unterbunden werden, der wichtig für die Finanzierung des Angriffskrieges gegen die Ukraine ist. Auch für andere Bereiche der russischen Schifffahrt gelten Sanktionen.

Der für Schifffahrt zuständige Kreml-Beauftragte Nikolai Patruschew sprach im Februar von «piratenähnlichen Angriffen» westlicher Staaten auf den Seehandel seines Landes. Moskau erwartet demnach künftig noch mehr Versuche, russische Öltanker und andere Handelsschiffe festzusetzen. «Wir denken, dass wie zu allen Zeiten die Kriegsflotte die beste Garantie für die Sicherheit der Schifffahrt ist», sagte er. Russland müsse weiter sein Öl, sein Getreide, seinen Dünger verschiffen können, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.

Kommentare

User #1372 (nicht angemeldet)

Der Aggressor Russland will sein Kampffeld ausweiten. Hört, Hört.

User #3745 (nicht angemeldet)

Wie du mir so ich dir und sind die sogenannte Schattenflotte nur eine Umschreibung der Situation dass diese Schiffe aufgrund der Sanktionen nicht Versichern können und die Festsetzung und Verschleppung von Internationalen Gewässer in eigene gewollte Häfen zur Festlegung auf nicht global anerkannten Sanktionen auch Freibeutertum genannt werden könnte?

Weiterlesen

Friedhof
175 Interaktionen
«Herzlos»
sonnenfinsternis
534 Interaktionen
Mann warnt

MEHR IN NEWS

esc
EBU
bundesgericht
1 Interaktionen
Anpassungen

MEHR AUS RUSSLAND

Wladimir Putin
76 Interaktionen
Machtkampf
duma moskau russische
10 Interaktionen
Opposition weg
Noworossijsk
13 Interaktionen
Drohnen
5 Interaktionen
Moskau