Runder Tisch zu Brandkatastrophe von Crans-Montana nimmt Form an
In Bern hat ein zweites Sondierungsgespräch für einen runden Tisch zur Brandkatastrophe von Crans-Montana stattgefunden. Der vom Bundesrat ernannte Leiter Laurent Kurth nahm erstmals daran teil.

An dem Treffen sei es darum gegangen, Zweck, Zusammensetzung und Arbeitsweise des runden Tisches weiter zu konkretisieren, teilte das Bundesamt für Justiz (BJ) am Donnerstag mit. Der vom Bundesrat ernannte Leiter der Institution, der Neuenburger Ex-Regierungsrat Laurent Kurth, habe bei seiner Vorstellung betont, dass die Anerkennung der Opfer und ihrer Angehörigen im Zentrum stehe.
Der runde Tisch soll Opfer, Angehörige, Versicherungen, potenziell leistungspflichtige Personen und Behörden zusammenbringen. Ziel ist es, aussergerichtliche Vergleichsverhandlungen zu unterstützen und langwierige Gerichtsprozesse zu vermeiden.
Die Teilnahme an dem Verfahren ist für alle Beteiligten freiwillig und bedeutee keine juristische Anerkennung einer Haftung. Sollte eine Einigung erzielt werden, hat der Bundesrat eine finanzielle Beteiligung des Bundes von maximal 20 Millionen Franken in Aussicht gestellt. Das Parlament berät derzeit darüber.
Der Bundesrat hatte im Februar entschieden, zur Bewältigung der Brandkatastrophe einen runden Tisch unter Schirmherrschaft des Bundes einzusetzen. Ein erstes Sondierungsgespräch fand kurze Zeit später statt. Das nächste Treffen ist für Juni 2026 geplant.
Bei dem Brand in einer Bar in Crans-Montana in der Silvesternacht kamen 41 Menschen ums Leben, 115 Personen wurden verletzt.






