Pro-Ukraine: Russischer Student wird wegen WLAN-Name verhaftet

    Elena Temelkov
    Elena Temelkov

    Russland,

    Ein russischer Student wurde wegen seines pro-ukrainischen WLAN-Namens vom Moskauer Gericht zu einer zehntägigen Haftstrafe verurteilt.

    WLAN
    Ein russischer Student hat seinen Namen des WLAN-Routers auf «Hoch lebe die Ukraine» geändert. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein russischer Student hat sein WLAN-Name auf einen Pro-Ukraine-Slogan geändert.
    • Das Moskauer Gericht hat den Studenten zu einer zehntägigen Haftstrafe verurteilt.
    • Das Gericht spricht von Propaganda sowie «öffentlichem Darstellen von Nazi-Symbolen».

    «Slava Ukraine»: Ein russischer Universitätsstudent wurde wegen dieses Pro-Ukraine-Slogans verhaftet, wie russische Medien berichten. Der Student hatte seinen Namen des WLAN-Routers geändert auf «Hoch lebe die Ukraine» – dies wurde ihm zum Verhängnis.

    Der Slogan gilt als nationalistischer Gruss, der während des Krieges in der Ukraine zu einem Schlachtruf geworden ist. Dies berichtet der russische Telegram-Nachrichtenkanal Ostorozhno Novosti.

    Das Moskauer Gericht hat den Studenten zu einer zehntägigen Haftstrafe verurteilt. Laut «Ria» handelt es sich um den Studenten Oleg Tarasov an der Moskauer Staatsuniversität.

    «Öffentliche Darstellung von Nazi-Symbolen»

    Weiter berichtet der russische Nachrichtendienst, dass Tarasov am Donnerstag für schuldig befunden wurde. Das Bezirksgericht in Moskau erklärte das Vergehen mit Propaganda sowie dem «öffentlichen Darstellen von Nazi-Symbolen». Der WLAN-Router wurde von den Behörden beschlagnahmt.

    In Russland ist jeglicher Widerspruch seit dem Beginn des Krieges durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin effektiv verboten worden.

    Verfolgen Sie den Ukraine-Krieg?

    Laut der russischen Menschenrechtsgruppe OVD-Info verbüssen zurzeit mehr als 260 Personen Haftstrafen im Land. Die Verbrechen dabei stehen in Zusammenhang mit einer Anti-Kriegs-Haltung. Die Gruppe hat mehr als 20'000 Inhaftierungen verzeichnet.

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