Prähistorischer Koala im australischen Outback entdeckt

    Keystone-SDA
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    Australien,

    Im australischen Outback haben Forscher die Überreste einer bisher unbekannten prähistorischen Koala-Art entdeckt.

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    Koala (Symbolbild) - Unsplash

    Das Wichtigste in Kürze

    • Koalas gelten als eines der süssesten Symbole Australiens.
    • Vorfahren der Beuteltiere bevölkerten schon vor vielen Millionen Jahren den Planeten.
    • Jetzt konnten Forscher eine Lücke schliessen.

    Forscher haben im australischen Outback die Überreste einer bisher unbekannten prähistorischen Koala entdeckt. Diese bevölkerte vor 25 Millionen Jahren die Erde. Die Spezies sei Lumakoala blackae genannt worden, hiess es im Fachmagazin «Scientific Reports». Fossile Zähne des Beuteltieres seien 100 Kilometer südlich von Alice Springs in der Region Northern Territory gefunden worden.

    Nur 2,5 Kilogramm Körpergewicht

    Die Ur-Koalas seien mit nur etwa 2,5 Kilogramm Körpergewicht deutlich kleiner gewesen als moderne Exemplare. Diese können bis zu 14 Kilo wiegen. Hauptsächlich hätten sie sich von weichen Blättern, aber vermutlich auch von Insekten ernährt.

    Das Gebiss von Koalas zeichne sich durch sogenannte Selenodont-Zähne aus, erläutern die Wissenschaftler in ihrer Studie. Diese Backenzähne kommen bei pflanzenfressenden Säugetieren vor. Sie zeichnen sich durch eine Reihe von halbmondförmigen Höckern aus, mit denen zähes Pflanzenmaterial aufgebrochen werden kann.

    Lücke von 30 Millionen Jahre geschlossen

    Crichton zufolge hilft die Entdeckung, eine Lücke von 30 Millionen Jahren in der Entwicklung der ikonischen Beutelsäuger zu schliessen. «Unsere Computeranalyse seiner evolutionären Beziehungen zeigt, dass Lumakoala ein Mitglied oder ein naher Verwandter der Koala-Familie ist», erklärte er. Die Spezies ähnele aber auch mehreren viel älteren fossilen Beuteltieren: Speziell Thylacotinga und Chulpasia, die in der 55 Millionen Jahre alten Fundstelle Tingamarra im Nordosten des Landes gefunden worden seien.

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    Koalas tragen ihre Kinder immer nah am Körper. (Symbolbild) - Unsplash

    «In der Vergangenheit wurde vermutet, dass die rätselhaften Thylacotinga und Chulpasia eng mit Beuteltieren aus Südamerika verwandt sein könnten», sagte Crichton. Die Entdeckung von Lumakoala lege jedoch nahe, dass die beiden Spezies tatsächlich frühe Verwandte pflanzenfressender Beuteltiere aus Australien wie der Koala, Wombats, Kängurus und Possums sein könnten.

    Heutige Anzahl von Koalas stak dezimiert

    «Diese Tierordnung namens Diprotodontia ist heute äusserst vielfältig, aber über die erste Hälfte ihrer Entwicklung ist aufgrund einer langen Lücke in den fossilen Funden nichts bekannt», hiess es. Co-Autor Robin Beck erklärte: «Dies zeigt, wie die Entdeckung neuer Fossilien wie Lumakoala, auch wenn sie nur aus wenigen Zähnen bestehen, unser Verständnis von der Geschichte des Lebens auf der Erde revolutionieren kann.»

    Koala Bär
    Ein Koala entspannt auf einem Baum. - Unsplash

    Die Zahl der heutigen Koalas, die nur in Down Under leben, wurde mittlerweile durch anhaltende Dürren, verheerende Buschbrände, Krankheiten und den Verlust des Lebensraums stark dezimiert. In einigen Bundesstaaten wurde der Gefährdungsstatus der drolligen Eukalyptus-Fresser im vergangenen Jahr von «vulnerable» (verletzlich) auf «endangered» (bedroht) hochgesetzt.

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