Polizei geht in Myanmar gegen Demonstranten vor

    Keystone-SDA
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    Myanmar,

    In Myanmar kommt es weiterhin zu Unruhen. Die Polizei geht mit Tränengas und Gummischrot gegen Demonstranten vor.

    myanmar (birma)
    Im Februar 2021 gab es einen Militärputsch in Myanmar (Birma). - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Samstag kommt es in Myanmar zu weiteren Demonstrationen.
    • Die Polizei geht mit Gummischrot und Tränengas dagegen vor.

    In Myanmar sind Sicherheitskräfte sind am Samstag erneut gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen. In der grössten Stadt Rangun feuerte die Polizei an mehreren Orten, an denen sich die Demonstranten zu Kundgebungen gegen die Junta versammelt hatten, Schüsse ab und nahm Teilnehmer fest. Das berichten Augenzeugen in sozialen Netzwerken.

    Auch aus anderen Städten wurde ein massives Vorgehen der Sicherheitskräfte gemeldet, die unter anderem Tränengas und Gummigeschosse gegen Demonstranten einsetzten. Nach einem Bericht des Online-Portals «Myanmar Now» gerieten in Rangun auch Journalisten, die über die Proteste berichteten, ins Visier der Polizei.

    Folgen eines Militärputsches

    Anfang Februar hatte das Militär in Myanmar gegen Regierungschefin Aung San Suu Kyi geputscht. Die 75-Jährige hatte die Parlamentswahl im November mit klarem Vorsprung gewonnen.

    Seit dem Umsturz hatte es immer wieder Massenproteste in Myanmar gegeben. Die Demonstranten fordern die Freilassung der festgesetzten Regierungschefin und die Wiedereinsetzung ihrer zivilen Regierung. Das Militär hat zuletzt mit zunehmender Härte gegen die Widerstandsbewegung durchgegriffen.

    Der von der Militärjunta eingesetzte neue Chef der Wahlkommission in Myanmar hat unterdessen das Ergebnis der Parlamentswahl vom November für ungültig erklärt.

    Thein Soe habe die Entscheidung am Freitag bei einem Treffen mit politischen Parteien des südostasiatischen Landes mitgeteilt, berichtete die Zeitung «The Irrawaddy». Der Schritt der Wahlkommission heizte die Proteste im früheren Birma erneut an.

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