Ölverschmutzung vor Mauritius nimmt neues Mass an

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    Mauritius kämpft gegen Ölverschmutzung: Ein Frachter war auf Grund gelaufen und hatte Öl verloren. Nun hat es das Schiff in zwei Teile zerrissen.

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    Zerbrochener Frachter «Wakashio» vor Mauritius - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Vor rund drei Wochen lief ein japanisches Frachtschiff vor Mauritius auf Grund.
    • Der Frachter ist nun am Samstag auseinander gebrochen.
    • Dies erschwert die Bergungsarbeiten sichtlich.

    Die Ölverschmutzung vor Mauritius verschlimmert sich immer weiter. Vor Wochen war ein Ölfrachter vor Port Louis in Mauritius auf Grund gelaufen.

    Das Schiff war am Samstag in zwei Teile zerrissen. Bis Sonntag hatten sich die Wrackteile auf See etwa 30 Meter voneinander entfernt. Das Nachrichtenportal «lemauricien» unter Berufung auf Alain Donat vom Schifffahrtsministerium berichtete. Das erschwerte demnach die Arbeiten.

    Unterdessen bestätigte der Schiffseigner, das japanische Unternehmen Nagashiki Shipping, am Sonntag das Auseinanderbrechen des Frachters in zwei Teile.

    Ölkatastrophe vor Mauritius
    Blick auf den Frachter «Wakashio», der bereits am 25. Juli auf Grund lief, und vor der Ostküste von Mauritius im Indischen Ozean liegt. - dpa

    Das 300 Meter lange Schiff aus Japan war vor rund drei Wochen auf einem Korallenriff auf Grund gelaufen. Nachdem ein Tank gerissen war, strömten mehr als 1000 Tonnen Treibstoff in die Lagune vor Pointe d'Esny. Die Regierung spricht vom schlimmsten ökologische Desaster, das das Urlaubsparadies je erlebt hat.

    Schiff soll versenkt werden

    Der vordere Teil des Schiffs soll abgeschleppt werden. Der Plan ist, ihn mindestens 1000 Kilometer entfernt von der Küste zu versenken. Dies werde durch das Abtreiben des Wrackteils grosse Anstrengungen bedeuten, sagte der unabhängige Umweltberater Sunil Korwarkasing der Deutschen Presse-Agentur dpa.

    Der hintere Teil soll zunächst auf dem Riff bleiben. Was anschliessend mit ihm geschieht, darüber ist Nagashiki Shipping nach eigenen Angaben mit den örtlichen Behörden im Gespräch.

    Am Sonntag sollten sich an Bord des havarierten Frachters noch 40 Tonnen Öl befinden, wie Umweltexperte Korwarkasing der dpa sagte. Dabei berief er sich auf die örtliche Polizei. Die Behörden versuchten das Öl vom Schiff zu bringen, um die Ölverschmutzung, sagte er weiter.

    mauritius ölverschmutzung
    Ein Ölteppich bedeckt das Wasser vor dem Strand, nachdem bereits am 25. Juli der Frachter «Wakashio» vor der Ostküste von Mauritius auf Grund lief und inzwischen begonnen hat, Kraftstoff aus einem Tank zu verlieren. - sda - Keystone/AP/Sophie Seneque

    Bereits am Freitag waren Ölreste, die nicht abgepumpt werden konnten, ausgetreten. Am Donnerstag hatte Nagashiki Shipping gemeldet, fast die gesamten verbliebenen 3000 Tonnen Öl seien von Bord gebracht worden.

    Wäre die Ölverschmutzung zu verhindern gewesen?

    Mauritius hatte vergangene Woche einen Umweltnotstand ausgerufen. Allerdings wurde den Behörden vorgeworfen, zu langsam gehandelt zu haben, um die Ölverschmutzung frühzeitig einzudämmen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert eine Untersuchung des Unfalls.

    Frachter
    Ein Satellitenbild zeigt den verunglückten Frachter vor Mauritius und das sich anbahnende Ausmass der Ölverschmutzung. - dpa

    Es sei unklar, warum das Schiff so nah an das Riff fuhr. Warum dauerte es Tage, bis die Behörden an der Unfallstelle eintrafen? Japans Umweltminister Shinjiro Koizumi kündigte am Sonntag an, sein Land werde ein Expertenteam zur Schadensbemessung entsenden.

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