Nordkorea: Tausende Menschen nach Überflutungen evakuiert

    Keystone-SDA
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    Nordkorea wird derzeit von schweren Überschwemmungen heimgesucht. Rund 5000 Menschen mussten demnach in Sicherheit gebracht werden.

    Überflutung
    Im Himalaya-Staat Nepal forderten schwere Überschwemmungen mindestens acht Todesopfer. (Symbolbild) - pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Schwerwiegende Überschwemmungen haben Nordkorea im Griff.
    • Etwa 5000 Menschen mussten evakuiert werden.
    • Es wird befürchtet, dass sich die Versorgungslage weiter verschlechtert.

    Schwere Überschwemmungen haben in Nordkorea nach Medienberichten Tausende Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Im Osten des Landes habe es seit Tagen stark geregnet. Das berichteten südkoreanische Sender am Freitag unter Berufung auf das staatliche Fernsehen des weithin abgeschotteten Nachbarlandes.

    Etwa 5000 Menschen hätten in Sicherheit gebracht werden müssen. Angaben über Todesopfer gab es nicht.

    Das nordkoreanische Fernsehen zeigte Bilder von Häusern, die bis zum Dach unter Wasser standen. Mehr als 1170 Häuser waren demnach betroffen. Auch seien Brücken zerstört worden.

    Nordkorea: Regenfälle treffen wichtigste Reisanbaugebiete

    In Südkorea wurde befürchtet, dass sich durch Flutschäden die Versorgungslage im Nachbarland weiter verschlechtern könnte: Die starken Regenfälle hätten Nordkoreas wichtigste Reisanbaugebiete getroffen.

    Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hatte im Juni die Bevölkerung auf eine «angespannte» Ernährungssituation vorbereitet. Die Landwirtschaft habe im vergangenen Jahr infolge eines Taifuns weniger Getreide produzieren können.

    Nach Schätzung der südkoreanischen Regierung und internationaler Organisationen fehlen Nordkorea in diesem Jahr 700'000 bis 1,3 Millionen Tonnen Nahrungsmittel. Dies, um eine halbwegs ausreichende Versorgung der Bevölkerung zu erreichen. Das Land war nach mehreren Naturkatastrophen und aufgrund der eigenen Misswirtschaft bereits seit vielen Jahren auf Nahrungshilfe von aussen angewiesen.

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