EU

    Nahost-Konflikt: USA und EU pochen auf Zwei-Staaten-Lösung

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Israel,

    Die Waffenruhe im Nahost-Konflikt hält an. Doch für nachhaltigen Frieden sehen die USA und die EU nur eine Lösung: Ein unabhängiges Palästina neben Israel.

    Gaza-Konflikt
    Im Nahost-Konflikt herrscht derzeit Waffenruhe. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Waffenruhe im Gazastreifen hält an, bleibt aber weiterhin fragil.
    • Joe Biden und die EU sehen für Frieden nur eine Lösung: Zwei Staaten.
    • Bundeskanzlerin Merkel kritisiert antisemitische Vorfälle in Deutschland.

    Die fragile Waffenruhe im Gaza-Konflikt hält weiter an. Um dauerhaften Frieden zu erreichen, drängen US-Präsident Joe Biden und die Europäische Union (EU) auf eine Zwei-Staaten-Lösung. Also ein unabhängiges Palästina neben Israel. «Das ist die einzige Antwort», betonte Biden am Freitag (Ortszeit) im Weissen Haus.

    Die USA sind demnach entschlossen, für das Wohl der Zivilbevölkerung den Wiederaufbau im Gazastreifen zu unterstützen.

    Biden fordert Anerkennung für Israels Recht

    Die USA und die EU stufen die dort herrschende Hamas als Terrororganisation ein. Die Islamisten fordern die Zerstörung Israels. Biden hält einen nachhaltigen Frieden allerdings nur unter einer Bedingung für möglich: Wenn alle Akteure in der Region zweifelsfrei «das Recht Israels anerkennen, als unabhängiger jüdischer Staat zu existieren».

    Joe Biden
    Joe Biden will «rasch und entschlossen» auf die russische Aggression gegen die Ukraine reagieren. - Keystone

    Der gerade beendete Krieg hat die Hamas im Ringen mit dem verhandlungsbereiten Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas im Westjordanland tendenziell gestärkt. Abbas hatte die eigentlich für Samstag geplante Parlamentswahl in den Palästinensergebieten Ende April aus formellen Gründen auf unbestimmte Zeit verschoben. Kritiker warfen ihm vor, er habe einen Sieg der Hamas verhindern wollen. Es wäre die erste Parlamentswahl in den Palästinensergebieten seit 15 Jahren gewesen.

    Auch Israels Siedlungspolitik im besetzten Westjordanland und in Ost-Jerusalem macht eine Zwei-Staaten-Lösung schwierig. Denn dort soll nach Vorstellung von Abbas ein Palästinenserstaat entstehen.

    Erneute Auseinandersetzungen am Freitag

    Vollkommen beruhigt ist die Lage in Nahost noch nicht. Am Freitag gab es erneut Auseinandersetzungen auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) in Jerusalem. Nach Angaben der Polizei bewarfen junge Palästinenser aus einer Menge heraus Polizisten mit Steinen und einem Brandsatz.

    Gaza
    Am Freitag kam es erneut zu Auseinandersetzungen mit Verletzten. - Keystone

    Die Polizei setzte unter anderem Gummigeschosse ein. Palästinensische Rettungskräfte behandelten eigenen Angaben zufolge 15 Menschen.

    Die israelische Polizei nahm am Samstag neun Menschen in dem Zusammenhang fest. Dies berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa unter Berufung auf Augenzeugen. Von israelischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung.

    Bundeskanzlerin Merkel kritisiert antisemitische Vorfälle

    Zusammenstösse zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften hatte die Hamas zum Anlass genommen, vor zwölf Tagen Raketen Richtung Jerusalem abzufeuern. Daraufhin begann Israel mit massivem Beschuss des Gazastreifens. In dem Konflikt wurden in dem dicht besiedelten Küstengebiet nach offiziellen Angaben mindestens 248 Menschen getötet und 1910 verletzt. In Israel starben 12 Menschen, mehr als 300 wurden verletzt.

    Demo Israel
    Bei vergangenen Nahost-Konflikt-Demonstrationen kam es in Deutschland zu antisemitischen Vorfällen. Bundeskanzlerin Merkel verurteilt dies scharf. - dpa

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äusserte sich am Samstag mit deutlicher Kritik zu antisemitischen Vorfällen gegen Israels Palästinenser-Politik. Diese ereigneten sich bei Demonstrationen in Deutschland. In ihrer wöchentlichen Videobotschaft warnte sie: «Wer Hass gegen Juden auf unsere Strassen trägt, wer volksverhetzende Beleidigungen äussert, stellt sich ausserhalb unseres Grundgesetzes.»

    Die Kanzlerin sprach von «unerträglichen antisemitischen Äusserungen auf einigen Demonstrationen der letzten Tage». Sie forderte spürbare Folgen für die Täterinnen und Täter. Am Samstag waren in Berlin erneut zwei Demonstrationen zum Nahostkonflikt geplant.

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    30 Interaktionen
    Nahost-Konflikt
    Waffenruhe
    15 Interaktionen
    Gazastreifen feiert
    Antisemitismus
    14 Interaktionen
    Während Demo

    MEHR IN NEWS

    Chur
    granate
    9 Interaktionen
    Explosiv
    Gehirn-Operation
    7 Interaktionen
    Depressionen

    MEHR EU

    10 Interaktionen
    Dublin
    3 Interaktionen
    Luxemburg
    EU-Parlament
    14 Interaktionen
    Strassburg
    sdf
    2 Interaktionen
    Alicante

    MEHR AUS ISRAEL

    Iran-Krieg
    20 Interaktionen
    Tel Aviv
    13 Interaktionen
    Tel Aviv/Gaza
    Israel Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
    21 Interaktionen
    Tel Aviv