Mindestens 243 Tote bei Monsunkatastrophen in Indien und Myanmar

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    In Indien und Myanmar sind in den letzten Tagen mindestens 243 Menschen bei Monsunfluten ums Leben gekommen.

    Viele indische Orte sind von der Aussenwelt abgeschnitten
    Viele indische Orte sind von der Aussenwelt abgeschnitten - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mehr als eine Million Menschen obdachlos.

    Am Montag galten nach Angaben der Behörden immer noch Dutzende Menschen als vermisst. Etwa eine Million Menschen sind demnach obdachlos. Einsatzkräfte hatten in beiden Ländern am Wochenende rund um die Uhr mit Baggern und zum Teil blossen Händen in den Schlammmassen nach Vermissten gesucht.

    In Indien starben nach Behördenangaben nach tagelangen Monsun-Regenfällen mindestens 184 Menschen bei Überschwemmungen. Rund eine Million Menschen in ganz Indien mussten demnach ihre Häuser verlassen. Der bei Touristen beliebte südindische Bundesstaat Kerala sei von der Katastrophe am schlimmsten betroffen. Die indische Regierung beauftragte Rettungseinheiten des Militärs, unter anderem per Flugzeug Lebensmittel in von der Aussenwelt abgeschnittene Dörfer zu transportieren.

    In Myanmar starben bei einem Erdrutsch mindestens 59 Menschen. Das teilten die Behörden des südostasiatischen Landes am Montag mit. Der Erdrutsch war am Freitag von heftigen Monsunregenfällen ausgelöst worden. Tagelanger Monsunregen hatte Flüsse im ganzen Land über die Ufer treten lassen und Strassen, Brücken und Häuser mit Wasser und Schlamm überflutet. Tausende Menschen mussten schwimmend oder in Booten vor den Wassermassen fliehen.

    In Südasien und Südostasien kommt es jedes Jahr zu heftigen Monsunregenfällen, die Häuser überschwemmen und gefährliche Erdrutsche auslösen. Bei Überschwemmungen im indischen Kerala waren im letzten Jahr etwa 450 Menschen getötet worden.

    Nach Angaben des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha) mussten in Myanmar in den vergangenen Wochen mindestens 89.000 Menschen vor Überflutungen fliehen. Auch in Vietnam kam es in der vergangenen Woche zu schweren Überschwemmungen, bei denen mindestens acht Menschen starben.

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