Mindestens 23 Tote bei Gefechten in Somalias Südwesten
Im Zuge eines Konflikts zwischen Somalias Regierung und einem abgesetzten Regionalpräsidenten sind in der südwestlichen Stadt Baidoa mindestens 23 Menschen getötet worden. Milizen des früheren Präsidenten des Bundesstaats South West State, Abdiaziz Hassan Mohamed Laftagareen, hätten die Stadt am frühen Morgen angegriffen, sagte der somalische Bundesabgeordnete Hassan Abdinor der Deutschen Presse-Agentur.

Die Kämpfe dauerten demnach mehr als fünf Stunden, beide Seiten sollen schwere Waffen eingesetzt haben. Häuser und Geschäfte wurden beschädigt, Bewohner suchten Schutz in Moscheen. Tote soll es auf beiden Seiten gegeben habe. Zivilisten als Opfer wurden nicht genannt.
Vize-Informationsminister Abdirahman Yusuf sagte der dpa, Kämpfer der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab seien an dem Angriff beteiligt gewesen. Abdinor wies dies zurück. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen.
Um die Region im Südwesten Somalias schwelt seit Monaten ein Machtkampf. Nachdem Bundeskräfte im März die Kontrolle über Baidoa übernommen hatten, trat Laftagareen zurück. Seitdem kommt es immer wieder zu Kämpfen mit seinen Anhängern und der von Mogadischu unterstützten Regionalführung. Baidoa liegt rund 220 Kilometer südwestlich der Hauptstadt.
Somalia wird seit Jahren von Konflikten erschüttert. Die Terrormiliz Al-Shabaab kontrolliert weiterhin grosse ländliche Gebiete im Süden und Zentrum des Landes. Zugleich verschärfen Machtkämpfe zwischen der Bundesregierung und einzelnen Regionalregierungen die instabile Lage.










