Mindestens 120 Häuser bei schweren Bränden in Chile beschädigt

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    Chile,

    Eine Feuerwalze frisst sich durch die malerische chilenische Hafenstadt Valparaíso mit ihren bunten Häusern. Die Behörden gehen von Brandstiftung aus.

    Chile Brände
    Ein Feuerwehrmann trägt einen Löschschlauch um seine Schulter. - epa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mindestens 120 Häuser sind in Valparaíso durch Feuer zerstört oder beschädigt worden.
    • Die Behörden gehen von Brandstiftung aus.

    Bei heftigen Bränden in der chilenischen Hafenstadt Valparaíso sind mindestens 120 Häuser zerstört oder beschädigt worden. Mehrere Viertel der Stadt im Westen des südamerikanischen Landes wurden evakuiert, wie die Feuerwehr am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Am Mittwoch waren nach Angaben des Zivilschutzes knapp 3000 Menschen ohne Strom. Die Behörde richtete zwei Notunterkünfte ein.

    Nach Angaben des Zivilschutzes war eine Fläche von 100 Hektar von den Bränden betroffen – das entspricht etwa 140 Fussballfeldern. Valparaíso an der Pazifikküste ist auf zahlreichen Hügeln errichtet. Die Altstadt mit ihren historischen Häusern, steilen Gassen und Treppen gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

    Waldbrand in Chile
    Feuerwehreinheiten bekämpfen Ende November die Flammen, die am Rande einer Landstrasse aus dem Wald steigen bei Valparaiso. - dpa

    «Valparaíso ist weiterhin eine Stadt, die sehr gefährdet ist», sagte Uriel Padilla von der Fakultät für Bauwesen an der Universität Valparaíso, Uriel Padilla, im Radiosender Cooperativa. Auf den Hügeln gebe es viele Büsche und Sträucher, die derzeit sehr trocken seien und über die sich das Feuer von Haus zu Haus verbreite.

    Behörden haben Ermittlungen aufgenommen

    «Das wird eine sehr schwierige Saison», sagte Gouverneur Gonzalo Le Dantec Briceño. «Wir arbeiten an Plänen zur Prävention, wollen bestimmte Zonen säubern und Brandschneisen anlegen.» Die Behörden gehen von Brandstiftung aus. Die Polizei habe Ermittlungen eingeleitet und suche nach den Tätern, sagte der Verwaltungschef der Region Valparaíso, Jorge Martínez Durán.

    «Wir bedauern zutiefst diesen Brand, der so viele Familien in den Hügeln von Valparaíso betrifft, und das auch noch zu Weihnachten», schrieb Chiles Präsident Sebastián Piñera auf Twitter. «Wenn ein Haus den Flammen zum Opfer fällt, geht es nicht nur um das Gebäude – das kann wieder aufgebaut werden», sagte Verwaltungschef Martínez. «Es geht um die Geschichte, Fotos, Erinnerungsstücke, Bücher – wenn diese Dinge verbrennen, ist das sehr schmerzhaft.»

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