Aus dem Libanon sind zwei Raketen auf den Norden Israels abgeschossen worden.
ARCHIV - Archivbild: Israels Iron-Dome-Raketenabwehrsystem fängt Raketen ab. Foto: Bashar Taleb/APA Images via ZUMA Wire/dpa
ARCHIV - Archivbild: Israels Iron-Dome-Raketenabwehrsystem fängt Raketen ab. Foto: Bashar Taleb/APA Images via ZUMA Wire/dpa - sda - Keystone/APA Images via ZUMA Wire/Bashar Taleb

Das Wichtigste in Kürze

  • Gemäss dem israelischen Militär wurden zwei Raketen auf Israel abgeschossen.
  • Eine wurde abgefangen, die andere schlug im offenen Gelände auf.

Das Abwehrsystem Eisenkuppel habe eine davon abgefangen, die andere sei in offenem Gelände aufgeschlagen, teilte das israelische Militär am frühen Dienstagmorgen mit.

In den israelischen Gemeinden entlang der Grenze heulten Medienberichten zufolge zeitweise die Sirenen. Verletzte oder Schäden gab es demnach nicht. Die UN-Friedensmission Unifil kündigte eine Untersuchung an und forderte alle Beteiligten zur Zurückhaltung auf.

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Die Funktionsweise des Systems Iron Dome grafisch erklärt. - keystone

Als Reaktion habe die Artillerie Ziele im Libanon beschossen. Israelische Armeevertreter sagten, dass sie nach ersten Erkenntnissen davon ausgehen, dass vermutlich Palästinenser die Raketen aus dem Libanon abgefeuert hätten. Dies sei vor dem Hintergrund der instabilen Lage im Land und des aktuell stattfindenden muslimischen Opferfestes Eid al-Adha geschehen. Auch libanesische Sicherheitskreise vermuten nach eigener Aussage, dass eine militante palästinensische Gruppierung die Raketen abgefeuert hat.

Israels Verteidigungsminister Benny Gantz schrieb am Morgen auf Twitter: «Der Staat Libanon ist verantwortlich für die Raketen, die heute Nacht abgefeuert wurden, weil er Terroristen erlaubt, auf seinem Territorium aktiv zu sein.» Israel werde nicht erlauben, dass die soziale, politische und wirtschaftliche Krise im Libanon zu einer Sicherheitsbedrohung für Israel werde. «Ich rufe die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Stabilität im Libanon wieder herzustellen.»

Anfang Juli hatte Gantz dem Nachbarland humanitäre Hilfe angeboten. Gleichzeitig hatte der libanesische Regierungschef Hassan Diab mit einem eindringlichen Hilferuf die internationale Gemeinschaft aufgefordert, das Land in der schweren Wirtschaftskrise vor dem Abgrund zu retten.

Israel und Libanon befinden sich offiziell im Kriegszustand. An der Grenze kommt es immer wieder zu Spannungen. Vor allem die eng mit dem Iran verbündete libanesische Schiitenmiliz Hisbollah sieht in Israel einen Erzfeind.

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