Mexikos Präsident droht Kartellen: «Nicht ein Schritt zurück»

    Keystone-SDA
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    Mexiko,

    Zuvor setzte Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador auf mildere Methoden gegen Kriminelle. Nach jüngsten Ereignissen drohte er den Kartellen, zu handeln.

    Obrador Präsident Mexiko
    Andrés Manuel López Obrador an einer Pressekonferenz. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Andrés Manuel López Obrador hat den mexikanischen Verbrechersyndikaten gedroht.
    • Der Präsident von Mexiko werde nicht mehr mit den Verbrechern verhandeln.
    • Kürzlich ereignete sich in Mexiko eine Reihe schwerer Gewalttaten.

    Angesichts einer Welle der Gewalt in Mexiko hat Präsident Andrés Manuel López Obrador die mächtigen Verbrechersyndikate des lateinamerikanischen Landes gewarnt. «Wir werden nicht einen Schritt zurückweichen», sagte der Staatschef am Freitag.

    Im Gegensatz zu den Vorgängerregierungen werde er keine Absprachen mit den Drogenkartellen treffen, um sich Ruhe zu erkaufen. «Wir paktieren nicht mit dem Verbrechen», sagte der Linkspopulist während seiner täglichen Pressekonferenz. «Nicht mit dem gemeinen Verbrechen, nicht mit dem organisierten Verbrechen und nicht mit dem Wirtschaftsverbrechen.»

    «Umarmungen statt Schüsse»

    Damit verschärfte López Obrador seine Rhetorik. Zuvor hatte er oft davon gesprochen, Verbrecher mit «Umarmungen statt Schüssen» zur Abkehr von der Kriminalität bewegen zu wollen. In den vergangenen Wochen wurde das Land von einer Reihe schwerer Gewalttaten erschüttert.

    Im Bundesstaat Guanajuato wurden fünf Polizisten getötet, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Am Mittwoch erschossen Angreifer 24 Menschen in einer Entzugsklinik in der Stadt Irapuato. Zuvor wurde der Polizeichef von Mexiko-Stadt bei einem Attentat verletzt und ein Richter im Bundesstaat Colima getötet.

    mexiko
    Drogen- und Bandenkriminalität sind in Mexiko weit verbreitet. - AFP

    Zahlreiche Gewalttaten dürften auf das Konto der Verbrechersyndikate Cártel Jalisco Nueva Generación und Santa Rosa de Lima gehen. Diese Syndikate Ringen im Zentrum des Landes um Kontrolle. Die Gewalt in Mexiko nimmt seit Jahren zu, im vergangenen Jahr wurden fast 100 Mordopfer pro Tag registriert. Zudem gelten mehr als 60'000 Menschen als verschwunden, die meisten Verbrechen werden nie aufgeklärt.

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