Hongkong

    Letzte pro-demokratische Partei in Hongkong löst sich auf

    Keystone-SDA
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    Australien,

    In Hongkong hat die letzte pro-demokratische Partei die Auflösung bekanntgegeben. Sie erklärte ihren Rückzug «angesichts immensen politischen Drucks».

    Hongkong
    Aktuelle und ehemalige Mitglieder der pro-demokratischen Partei Hongkongs, der League of Social Democrats (LSD), geben die Auflösung der Partei bekannt. - dpa

    Kurz vor dem 28. Jahrestag der Rückgabe an China hat mit der League of Social Democrats (LSD) auch die letzte noch aktive pro-demokratische Partei in Hongkong ihre Auflösung angekündigt. Sie erklärte ihren Rückzug «angesichts immensen politischen Drucks».

    Nach dem Aus der Civic Party und dem Auflösungsbeschluss der Democratic Party endet damit nun endgültig die Ära sichtbarer pro-demokratischer Parteien in der Sonderverwaltungsregion. Zwar hatten diese Gruppen nach den politischen Repressionen durch Peking in den vergangenen Jahren kaum noch Einfluss, doch organisierte die LSD gelegentlich noch kleinere Strassenproteste und Infostände.

    Das Ende der Partei erfolgt kurz vor dem 28. Jahrestag der Rückgabe der einstigen britischen Kronkolonie an China am 1. Juli 1997. Auch unter britischer Herrschaft war Hongkong nicht demokratisch – doch im Zuge der Rückgabe hatte China zugesagt, der Stadt weitgehende Autonomie und eine schrittweise Demokratisierung nach dem Prinzip «Ein Land, zwei Systeme» zu gewähren. So sollten die Hongkonger etwa ihr eigenes Regierungsoberhaupt direkt wählen dürfen. Ein Versprechen, das nie eingelöst wurde.

    Peking baut Kontrolle aus – Kritik an Regierungskurs

    Im Gegenteil: Nach Massenprotesten und Ausschreitungen stärkte Peking seine Kontrolle massiv und führte vor fünf Jahren ein strenges Sicherheitsgesetz ein, das als Instrument gegen die Demokratiebewegung gilt. Viele Oppositionspolitiker und Aktivisten wurden inhaftiert oder flohen ins Ausland – einige von ihnen werden heute per Kopfgeld in Hongkong gesucht.

    Laut Medienberichten stand die LSD unter Druck, ihre Auflösung selbst bekannt zu geben, andernfalls hätte sie zwangsweise geschlossen werden können.

    In Hongkong gibt es Debatten darüber, dass die Regierung auch Jahre nach dem Ende der Niederschlagung der Proteste weiterhin übermässig stark das Thema Sicherheit betont. Kritiker warnen, dieser Fokus auf Kontrolle und Abschreckung schade dem internationalen Ansehen der Stadt. Mit John Lee führt seit drei Jahren ein ehemaliger Berufspolizist und Sicherheitschef die Regierung des asiatischen Finanzzentrums.

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    Kommentare

    User #5923 (nicht angemeldet)

    Wie dann in der Schweiz wenn die Verträge mit der EU Unterschrieben werden

    User #6244 (nicht angemeldet)

    Warum in Hongkon investieren? Kann man direkt nach Beijing gehen.

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