Kreuzfahrt-Aus in Kambodscha sorgt weltweit für Aufsehen

    Keystone-SDA
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    Kambodscha,

    Sieben Stunden Packzeit, dann war Schluss mit dem Leben auf See: Nach dem abrupten Ende der Weltreise des Kreuzfahrtschiffs «Odyssey» werden immer mehr Details bekannt.

    US-Kreuzfahrtschiff «MV Odyssey»
    Das US-Kreuzfahrtschiff «MV Odyssey» legt am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, im autonomen Hafen von Sihanoukville in Sihanoukville, Kambodscha, an. - keystone

    Wegen explodierender Treibstoffkosten hatte der US-Anbieter Villa Vie Residences den Betrieb vor wenigen Tagen in Kambodscha ausgesetzt. Mittlerweile sorgt der Fall weltweit für Schlagzeilen.

    Am Dienstag sei den rund 200 Gästen aus gut einem Dutzend Ländern morgens im Hafen von Sihanoukville plötzlich mitgeteilt worden, dass sie ihr schwimmendes Zuhause bis zum frühen Nachmittag verlassen müssten, zitierte die Zeitung «Phnom Penh Post» den Vize-Provinzgouverneur Long Dimanche.

    «Die plötzliche Anordnung zur Ausschiffung hat viele der Rentner und Fernarbeiter an Bord obdachlos gemacht», betonte er. Auf dem Schiff lebten auch rund 150 Crew-Mitglieder.

    Viele der Bewohner hätten erklärt, für die endlose Kreuzfahrt ihre Häuser und Autos verkauft zu haben, betonte der Politiker. Viele sässen nun Tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt in dem südostasiatischen Land in Hotels fest. Andere hätten das Land bereits per Flugzeug verlassen.

    Das kambodschanische Tourismusministerium und die Provinzbehörden erklärten sich zwar bereit, Unterstützung zu leisten. So kam es bereits zu einem Treffen zwischen den Kapitänen der «Odyssey» und dem kambodschanischen Tourismusminister Huot Hak. Grundsätzlich handle es sich jedoch um eine Angelegenheit zwischen dem Unternehmen und seinen Passagieren, sagte Dimanche.

    Seit zwei Jahren war die «Odyssey» für ihre Bewohner eine Art Zuhause auf dem Ozean. Das Konzept des Anbieters verbindet langfristige Weltreisen auf dem Meer mit dem Komfort eines festen Zuhauses. Ursprünglich sollte die dreijährige Tour alle sieben Kontinente umfassen und noch bis Ende 2027 dauern. Dann aber brach der Iran-Krieg aus – und in der Folge schossen die Treibstoffkosten in die Höhe.

    Während der monatliche Spritaufwand pro Kabine früher durchschnittlich rund 1.800 US-Dollar betrug, seien es in Asien zuletzt schätzungsweise 6.000 bis 8.000 US-Dollar gewesen, hatte der Betreiber mitgeteilt.

    Nach Angaben des Vize-Gouverneurs soll das Schiff am Samstag in Sihanoukville Treibstoff aufnehmen und anschliessend den Hafen verlassen. Wohin es fährt, und ob Passagiere an Bord sein werden, ist bislang unklar. Ursprünglich war eine Weiterreise nach Vietnam geplant.

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