Hamas

    US-israelische Geisel (†70) von Hamas getötet

    Keystone-SDA
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    Israel,

    Die letzte US-israelische Geisel der Hamas ist tot. Laut dem Kibbuz, dem sie angehörte, wurde die 70-Jährige bei der Attacke getötet.

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    Hamas-Kämpfer im Gazastreifen. (Archivbild) Foto: Mohammed Talatene/dpa - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die letzte US-israelische Geisel der Hamas ist für tot erklärt worden.
    • Die 70-jährige Doppelbürgerin ist beim Angriff am 7. Oktober getötet worden.
    • Die Leichen von ihr und ihrem Ehemann hält die Hamas bis heute fest.

    Eine 70-jährige israelische Geisel ist nach Informationen des Kibbuz Nir Oz, dem sie angehörte, von der islamistischen Hamas ermordet worden. Der Tod der Frau wurde erst jetzt bekannt, wie der Kibbuz und das Forum der Geiselfamilien am Donnerstag mitteilten.

    Die 70-Jährige sei beim Überfall der Hamas auf das südisraelische Grenzgebiet am 7. Oktober tödlich verletzt worden. Ihre Ermordung konnte aber erst jetzt bestätigt werden. Bislang galt sie als die letzte Geisel mit US-amerikanischer Staatsbürgerschaft, die noch in der Gewalt der Hamas vermutet wurde.

    «Wir sind untröstlich über den Mord an unserer Mutter und Grossmutter», hiess es in einer Erklärung der Familie am Donnerstag, die israelische Medien zitierten.

    Familie trauert um geliebtes Familienmitglied

    Ihr 72-jähriger Ehemann, ein israelisch-amerikanischer Doppelbürger, war vergangene Woche für tot erklärt worden. Das Ehepaar war am 7. Oktober durch Schüsse von Hamas-Terroristen schwer verletzt worden. Die Frau hatte noch telefonisch um Hilfe gerufen; eine solche traf jedoch nicht ein.

    Angehörige und Kibbuz-Verwaltung waren zunächst davon ausgegangen, dass das Ehepaar schwer verwundet von den Hamas-Terroristen in den Gazastreifen verschleppt wurde. Die Leichen der beiden hält die Hamas den Angaben des Kibbuz zufolge bis heute fest.

    Engagierte Lehrerin und Friedensaktivistin

    Der Kibbuz Nir Oz beschrieb die 70-Jährige als engagierte Englischlehrerin für behinderte Kinder. Als Pädagogin habe sie auch Kindern und Jugendlichen geholfen, die durch den häufigen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen traumatisiert waren. Als Poetin und Unternehmerin habe sie sich für Friedensinitiativen eingesetzt.

    Am 7. Oktober hatten Terroristen der Hamas und anderer Gruppierungen im Zuge eines Massakers in Israel rund 240 Menschen in den Gazastreifen verschleppt. Während einer Feuerpause Ende November wurden 105 Geiseln freigelassen, im Gegenzug für 240 palästinensische Häftlinge.

    Israel war zuletzt davon ausgegangen, dass noch 129 Geiseln in dem Küstenstreifen festgehalten werden.

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